Problem Besessenheit und mensch

«Die vollkommene List des Teufels besteht darin, einem einzureden, daß er gar nicht existiert. »
(Charles Baudelaire 1821-1867)

Besessenheit

Besesssenheit, gibt es das wirklich oder ist das nur eine mittelalterliche Erfindung?
Tatsache ist, dass zu allen Zeiten und praktisch in allen Kulturen “Besessenheit” als Phänomen beschrieben wird. Dabei wird mit unterschiedlichen Methoden und Praktiken versucht, von diesem Phänomen betroffenen Menschen zu helfen. Das spirituelle Weltbild, das die Möglichkeit einer Beeinflussung durch körperlose “Fremdwesen” erst zulässt, scheint im krassen Gegensatz zu unserer westlichen, aufgeklärten Gesellschaft zu stehen, die meist blind an die “Objektivität der Wissenschaft” glaubt.
Dabei darf die Frage gestellt werden, was “aufgeklärt” bedeutet. In der Psychiatrie gibt es viele Beschreibungen wie “Psychose”, “Multiple Persönlichkeit”, etc. für psychische Krankheitszustände. Doch was genau ist eine Psychose? Sind das in jedem Fall nur “innerpsychische Prozesse”, und die irrationalen Wahrnehmungen sind in jedem Fall pathologische “Wahnerlebnisse” und “Halluzinationen”? Und wie sehen die Heilungserfolge mit klassischer Psychiatrie in Wirklichkeit aus?

So bleibt das Phänomen der “Besessenheit” leider allzuoft eine Frage des persönlichen Weltbildes. Auch lässt die Angst vor beruflichen Repressionen und Verlust der Reputation eine differenzierte Diskussion schon im Grundsatz nicht zu. Aber nur eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Psychiatern, Seelsorgern und Menschen, die in der Seelenerlösungsarbeit tätig sind, wäre die einzige Möglichkeit, vielen Patienten effektiver zu helfen. Nicht “entweder – oder”, sondern “sowohl – als – auch”.

“Wenn wirkliches Neuland betreten wird, kann es vorkommen, dass nicht nur neue Inhalte aufzunehmen sind, sondern dass auch die Struktur des Denkens sich ändern muss, wenn man das Neue verstehen will.”
Werner Heisenberg

Quelle: http://www.spiritrelease.ch/html_geister/besessenheit.html

 

«Die Menschen wünschen nicht, des Wesens geschehend zu sehen. Aber das Wesen geschehend ändert sich vom persönlichen Wunsch oder der Negation nicht. So kommt es beim Brand des Hauses vor, wenn die Bewohner nicht nachprüfen wollen, dass etwas» schon geschehen ist.
Аgni  Yoga (АУМ.359)

«Über alles озабочивает Mich неравновесие der Welt. Одержание entwickelt sich und droht mit dem Wahnsinn. Viele Länder kommen von den Verrückten im vollen Sinn des Wortes zurecht. Die Erscheinung massenhaft одержания wurde früher nicht wiederholt, es ist unverständlich, wovon die Gelehrten wenden die Aufmerksamkeit auf solche Not nicht! Die Menschen schaffen Millionen Morde. Wirklich wird niemand nachdenken, dass es die Pflanzstätte besessenheit ist!»
Die Welt Feurig §223

The unusual and on the face of it frightening theme “obssession of the person” is offered to attention of the reader. This phenomenon has strongly entered for a long time already into surrounding life, and starts to dominate in it. Many literary and historical sources denote danger of appearance of this epidemic in our very much a hard time of change of Space Epoch. For the seekers and strong man this theme is opened in the book once again..

Quelle: http://en.odkk.ru/

 

Eine Frau ist besessen von einem Dämon in Bayern

Real Exorcism of Anneliese Michel

Das Thema Besessenheit ist demzufolge sehr aktuell, da Exorzismen für viele Menschen auf der Welt real und somit existent sind. Es ist jedoch so, dass durch die Aufklärung und den medizinischen Fortschritt das Praktizieren der Exorzismen eher abgeflacht ist, die Sicht der Wissenschaft ist daher ein Natürlich wichtiger Aspekt. Aber trotz allem bleibt der Exorzismus von der katholischen Kirche anerkannt. In der christlichen Lehre sieht man die Besessenheit daher als die Inbesitznahme eines Menschen durch eine fremde geistige (dämonische) Kraft an, die durch den Besessenen ständig oder zeitweilig handelt. Der neue Ritus des Exorzismus fasst die Kriterien für den Fall der Besessenheit sehr klar zusammen. Es gibt Phänomene jenseits der Psychologie, denen man mit medizinischen Mitteln einfach nicht beikommen kann. Es Besessenheit (“Besessenheit durch Dämonen”), und hier man kann geradezu von einer Epidemie sprechen..

Zuerst wollen wir die Gründe verstehen, warum ein Geist sich eine Peron als Opfer aussucht, um sie entweder nur zu beeinflussen/anzugreifen oder ganz zu beherrschen/besetzen:

«Der Arzt sollte nicht überrascht sein, wenn er beobachtet, dass Symptome der Besessenheit epidemische Ausma.e annehmen. Sie sind zahlreicher als sich der menschliche Verstand vorstellt. »
(Lebendigen Ethik, FW I, 278)

Das Phänomen der Bessenheit tritt in unterschiedlichen indigenen Gesellschaften und Religionen auf. In der religionswissenschaftlicher Literatur gibt es einen Ansatz, der zwischen “freiwilliger” und “unfreiwilliger” Bessenheit unterscheidet. Es gibt unterschiedliche Ansätze sich der Bessenheit zu nähern, u.a. den psychologischen Zugang oder den soziologischen Zugang. Sehr oft wird Besessenheit als negativ oder krankhaft bewertet. Deshalb wird sie in vielen Religionen auch als ”Krankheits-Ursache” gesehen, obwohl sie, nach anderem Verständnis, nur ”Symptom” ist. Bei der Untersuchung der Frage – was Besessenheit eigentlich ist, erscheint es zweckmäßig, zunächst eine Klärung vom Standpunkt des Lebendigen Ethik Herbeizuführen.

« Es darf keinen Ruckzug geben, die Besessenen müssen einmütig zurückgedrängt werden. Ware Scherz angebracht, konnte man diese Kampfphase den Kampf gegen Besessenheit nennen. Wahrhaftig, die Finsteren suchen sich durch Besessenheit zu starken. Aber ihre Methoden können von keiner langen Dauer sein, weil sie sich gerade durch Besessenheit selbst zersetzen. Denn ihr wisst, wie Besessenheit den Organismus allmählich zerstört; die Lahmung bestimmter Nervenzentren ist unausbleiblich. Daher konnten die Arzte so viel Gutes tun, wenn sie der Besessenheit Beachtung schenkten. »
(Lebendigen Ethik, Herz 219)

Warum ist es für Höllengeister so leicht, Menschen zu täuschen und unerkannt zu manipulieren?
Dämonen besitzen zwar überaus große Raffinesse, Gewitztheit, Schläue und Durchtriebenheit, ebenso großes Wissen. Menschliche Fähigkeiten und Erfahrungen reichen allein nicht aus, sie alle zu durchschauen. Lüge, die Gemeinheit, Täuschung, Die Unzucht Verführung und Erpressung sind ihre wirksamsten Machtmittel bei Menschen und manipulieren täglich Milliarden Menschen.

«Viele Verbrecher werden sich unter Suggestion der Arbeit zuwenden. So wie Trunksucht und andere Laster, können andere verbrecherische Leiden durch einen Willensbefehl geheilt werden. Man darf auch nicht vergessen, dass viele Verbrechen unter dem Einfluss von Besessenheit begangen werden; folglich sollten solche Menschen geheilt und nicht bestraft werden. Bei solchen Behandlungen hat eine systematisch ansteigende Arbeit entschieden ma.gebende Bedeutung; denn die Qualgeister hassen jede Arbeit. Sie suchen das Opfer ins Chaos zu sturzen, doch Arbeit ist schon eine Gegenma.nahme. »
( Lebendigen Ethik FW II, 86)

Die größte „Freude“ der bösen Geister ist es, andere Geschöpfe in ihren Aufstand gegen Gott hinein zu ziehen. „Der Weg zurück“ in die Hölle ist für die gefallenen Engel äußerst schmerzhaft, wenn man den typischen Aussagen knapp vor dem Verlassen des Betroffenen Glauben schenken darf.

«Der Teufel hätte uns schon längst alle vernichtet, wenn Gott ihn nicht daran hindern würde »
(Der heilige Augustinus)

Höllengeister kennen als ehemalige Menschen das menschliche Denken, Fühlen, Wollen und seine Bedürfnisse perfekt. Sie durchschauen sehr rasch und präzise, wo ein Mensch seine kaum überwindbare Stärken, aber auch, wo er seine Schwächen und Lücken hat. An den menschlichen Schwachstellen, Neigungen und Ängsten setzen sie ihre Verführungs- und Manipulationsbemühungen an.

«Die Tätigkeit Satans besteht vor allem darin, die Menschen zum Bösen zu verführen, indem er ihr Vorstellungsvermögen und ihre höheren Fähigkeiten beeinflusst, um sie in die dem Gesetz Gottes entgegen gesetzte Richtung zu lenken. Satan stellte sogar Jesus auf die Probe (vgl. Lk 4,3-13) mit dem extremen Versuch, den Forderungen der Heilsökonomie, so wie sie von Gott geplant war, entgegen zu arbeiten.Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Böse Feind es in gewissen Fällen so weit treibt, seinen Einfluss nicht nur auf materielle Dinge, sondern auch auf den Leib des Menschen auszuüben. Man spricht dann von ,,Besessenheit durch den Teufel“ (vgl. Mk 5,2-9). Es ist oft schwierig, das Außernatürliche, das in solchen Fällen vorkommt, zu unterscheiden, die Kirche versteht sich nicht leicht dazu und gibt nicht leicht der Tendenz nach, viele Tatsachen der direkten Intervention des Teufels zuzuschreiben. Aber vom Prinzip her kann man es nicht verneinen, dass der Satan in seinem Wollen, zu schaden und zum Bösen zu verführen, es zu dieser extremen Bekundung seiner Gewalt bringen kann. » (Papst Johannes Paul II. sagte in der Generalaudienz am 13. August 1986)

Was ist Besessenheit
Der Körper und die Seele, die ewige, geistige Persönlichkeit des Menschen sind verschiedene Wesen. Nach der Geburt benotigt die Seele etwa 7 Jahre, um vom Körper vollständig Besitz zu ergreifen. Im Schlaf verla.t die Seele den Körper und begibt sich in ihre Welt. Nach dem Tod des Körpers sollte die Seele eigentlich die Erde verlassen und in die geistige Welt streben. Es gibt jedoch erdgebundene Seelen, die den materiellen Plan nicht verlassen und seine materiellen Genusse weiter auskosten wollen. Sie ziehen aus dem toten Körper aus und versuchen, sich eines anderen, lebenden Leibes zu bemachtigen und sich diesen für ihre Zwecke dienstbar zu machen. Die anderen Körper haben jedoch ihre eigenen Seelen. Der Besitzergreifer ist also bemuht, die andere Seele zurück- und möglichst ganz aus dem fremden Körper herauszudrangen: Besessenheit ist der schreckliche Kampf zweier geistiger Wesen um einen materiellen Körper.

«Zur Frage der Besessenheit sollte man sich wissenschaftlich verhalten. Bei ihrem Vorhandensein sind zwei Momente festzuhalten. Erstens: Fortdauer des Lebens in verschiedenen Zustanden. Zweitens: der Einfluss des Willens eines Wesens auf ein anderes. So können in feinstofflichen Körpern vorhandene Wesenheiten unterschiedlichen Grades ihre Gedanken den auf der Erde inkarnierten aufdrangen. Die unbewusste Energie kann zur Vereinigung der Welten beitragen. Doch indem sich das Höchste vereint, öffnet sich auch der Pfad zum Niedersten. Au.erdem wisst ihr bereits, wie sehr die niederen Geister versuchen, sich an irdische Ausstrahlungen zu klammern. Deshalb sollte man die Menschen zur Standhaftigkeit des Willens ermahnen, denn Besessenheit ist einer der unzulässigsten Zustande.»
(Lebendigen Ethik, AY 227)

Wie kommt Besessenheit zum Ausdruck
Die Besitzergreifung kann in unterschiedlichem Umfang gelingen. Im letzteren Fall bringt der Leib fast ausschlie. lich die fremde Persönlichkeit des Besitzergreifers zum Ausdruck. Ist diese – wie meistens – ein niederes Wesen, kann es das Opfer für die Begehung von Verbrechen und Gewalttaten nutzen.
«Überdiessind die Abarten der Besessenheit höchst verschieden. Sie reichen von einer fast unmerklichen Verschrobenheit bis zur Gewalttätigkeit. »
(Lebendigen Ethik, FW I, 278)

Starke Vermutung für Besessenheit: Plötzliche, anhaltende Veränderung in der Verhaltensweise, Aggressivität, Depressionen, Eifersucht, Den Spiritismus, auch Alkohol, die Drogen, etc.
Wichtig: Niedere feinstoffliche Wesen nähren sich von den Emanationen von Gereiztheit. Sichere Anzeichen für Besessenheit: Zorn, Wut, Suizidtendenzen, Die Reizbarkeit, übermäßiger Hass, Chaos, Gesteigerte Aggressivität, Rachegefühle, Die sexuellen Perversionen, (Homosexualitat kann auf Besessenheit zurückgehen – So kann ein weiblicher Besitzergreifer einen männlichen Körper dazu treiben, eine weibliche Rolle zu spielen), etc. Diese Regungen stellen buchstäblich ihre Nahrung dar. Je mehr Chaos herrscht, desto wohler fühlt sich das Astralwesen. Als weiterer Grund für Besessenheit wird auch der sog. Zauber angeführt.

«Die finsteren Krafte bedienen sich vor allem dieser gefügigen Werkzeuge, um durch sie in geistig reine Gruppen einzudringen und sie in verräterischer Weise zu vernichten. »
(Lebendigen Ethik, HR I/2, 237, Brief vom 12.12.1934)

Tiere fühlen Besessenheit
Zum beispiel Hunde und Pferde halten sich fern oder greifen an, Katzen dagegen lieben Besessene. «Das feurige Verstehen der Besessenheit wird “Urumiya” genannt. Nicht allein der Mensch besitzt dieses Gefühlwissen auch bestimmte den Menschen umgebende Tiere fühlen diesen furchtbaren Zustand. Pferde und Hunde empfinden die Nahe besessener Personen besonders stark und wehren sich gegen sie. Im alten China gab es eine besonders hoch geschatzte, sehr feinfühlige Hunderasse, die sich für das Aufspuren von Besessenen als nutzlich erwies. In früheren eiten war es auch Sitte, den Gasten die Pferde und Hunde vorzufuhren, um gleichzeitig die Reaktion der Tiere zu beobachten. Viele Boten wurden auf diese Weise getestet. Man sollte beachten, dass auch Katzen Besessenheit spuren, aber gewöhnlich gerade umgekehrt. Besessenheit versetzt sie in einen Freudezustand. Wenn beispielsweise eine Katze einen Besessenen oder seine zwingende Gegenwart wittert, versteckt sie sich nicht, sondern lauft fröhlich miauend umher, wahrend ein Hund auffahrt und sich zu verstecken sucht, oder solch eine Person angreift. » (FW I, 373)

Wie kann man Besessenheit heilen
Liebe ist die einzige Kraft, die erlösen kann, sowohl einen solchen Menschen als auch einen in ihm sich bergenden Ungeist, denn die Liebe trägt immer den Sieg davon!

«Jene reinen Herzens sind nicht der Ansteckung durch Besessenheit ausgesetzt, doch verfaulte Herzen können fürchterliche Wesenheiten anziehen. »
(Lebendigen Ethik, FW III, 551)

Der Wille des Menschen ist frei. Mit der Beeinflussung von Geisteskräften in eurem Leben müsset ihr aber rechnen, wenn euer Denken wahrheitsgemäß gerichtet ist, und doch kann ebenjener Einfluß ungewöhnlich stark sein, wenn der Mensch Wesenszüge an sich hat, die denen des beeinflussenden Wesens gleichen. Und doch am besten ist wie immer Vorbeugung, es ist seine psychische Energie bewahren und das Sperrnetz erhalten, fest zu seinen Grundsätzen stehen, die Verbindung zur höheren Welt pflegen und ein reines Herz bewahren. Nach dem Gesetz der Entsprechung zieht ein jeder die feinstofflichen Wesen an, die seiner Art entsprechen.
«Der standhafte, aufrechte und erkennende Geist kennt keine Besessenheit. »
(Lebendigen Ethik, FW III, 467)

Die Menschheit befindet sich heute inmitten des geistigen Chaos, aber unausgesetztes Streben nach Schönheit, Freude, Harmonie und Vollendung stellt die Verbindung zu den Höheren Welten, zur Erkenntnis und zu Offenbarungen des Heiligen Geistes. Die Evolution verlangt, dass sich jede Wesenheit dem welträumlichen Feuer nähert, welches jedoch dem physischen Auge nicht sichtbar ist. Je höher die Geistigkeit, umso feuriger und flammender beziehungsweise lichttragender wird die geistige Natur des Menschen sein! Die Welt ist der Ort eines unablässigen Dranges zur Vollkommenheit!
«Das reine Herz braucht Besessenheit nicht zu furchten. Aufrichtigkeit
la.t keine Besessenheit zu. »
(HR II/1, 119, Brief vom 18.01.1936)

«Das Streben zur Höheren Welt ist die beste Abwehr gegen Besessenheit. Gedanken an die Höhere Welt sind das besterprobte Gegenmittel. Erhabene Gedanken beeinflussen nicht nur die Nervensubstanz, sondern reinigen auch das Blut. Experimente, welche die Zusammensetzung des Blutes in Bezug auf das Denken des Patienten erforschen, sind höchst lehrreich. »
(Lebendigen Ethik, AUM 306)

Es bedarf für ausnahmslos alle Erdenbürger eines höheren geistigen Wissens und eines damit verbundenen vertieften Verständnisses in Bezug auf die bereits stattfindenden und noch kommenden Entwicklungen, über die zu erwartenden Anforderungen und die heute bestehenden Möglichkeiten, diesen zu entsprechen. Der Kosmos selbst ist der all-mächtige Lebensschützer und sorgt dafür, dass kein Atom, kein Lebens- und Geistfunke und kein Individuum verloren geht.
«Besessenheit ist schrecklich ansteckend. Die Erscheinung der Besessenheit mu. sehr aufmerksam beachtet und die Atmosphäre gereinigt werden. Der Raum ist voll von Vampiren, und viele ziehen Wesenheiten aus den niederen Sphären an. Daher mu. die ganze Atmosphäre gereinigt werden. »
(Lebendigen Ethik, HR I/2, 219, Brief vom 18.10.1934)

«Daruber hinaus hilft die Vorstellung des Guru sehr, sich vor Besessenheit zu schützen. Im Falle von Willensschwache bietet der Lehrer seine überschüssige Kraft auf, um den fremden, feindlichen Einfluss zu ver12 hindern. Natürlich, der Lehrer mit einem hohen Bewusstsein kann feinfuhlig feststellen, wann seine Hilfe notig ist. In der Tat, solche Führung hat nichts mit Zwang zu tun. »
(Lebendigen Ethik, FW I, 283)

Auch die beste Vorbeugung und die Behandlung gegen Besessenheit ist die Pflege um Psychischen Energie. Erhöhend die Ausstrahlungen der Psychischen Energie, verteidigt sich der Mensch automatisch von allen besitzergreifenden Wesen, die sich von dem Feuer der höheren Psychischen Energie verbrennen. Wann die Psychiater verstehen werden, was ein wahrhafter Grund der Besessenheit ist, wird dann die Zeiten anbrechen, wo die Psychiaterkliniken unnütz werden infolge des hochwirksamen Kampfes gegen Besessenheit. Nur mittels Annäherung den Werten des Geistes ist es möglich, die Ausstrahlungen der Psychischen Energie zu erhöhen, die das wahrhafte Allheilmittel gegen allerlei Erkrankungen, einschließlich Besessenheit, ist.

Jesus, der Christus, wie auch Buddha erkannten diese Gesetzmäßigkeit in der uns überlieferten, bildhaften Aussage: «Was wir Aussäen, werden wir ernten.»

 

 

Underactive brain regions linked to obsessive-compulsive disorder 18 July 2008 Study reveals that the brain regions responsible for stopping habitual behaviour are underactive in people with obsessive-compulsive disorder and their unaffected close relatives

Scientists at Cambridge University have identified underactive brain regions linked to the risk of developing obsessive-compulsive disorder (OCD), a debilitating condition that is thought to affect 2-3 per cent of the population at some point of life. The identification of brain-based markers for people at increased risk of OCD could lead to more-accurate, earlier diagnosis and treatment of the disorder. Currently, diagnosis is made by clinical interview, usually once the disorder has progressed. OCD tends to run in families but little is known about the genetic factors involved in the disease. The current research, published in the journal Science, is the first to link functional brain changes with the familial risk for OCD. In the study, researchers tested 14 people without a history of OCD, 14 people with OCD, and 12 of the patients’ immediate relatives, unaffected by the disorder.

The volunteers were shown a series of pictures comprising a house and face superimposed and asked to use trial and error to identify which image was the ‘correct’ target. They were given feedback of ‘correct’ or ‘incorrect’ on the screen. When the correct target had been identified six times in a row the test changed. Functional magnetic resonance imaging (which measures blood flow in the brain to highlight which areas are most active) was used to look at brain activity throughout the task.

The people with OCD and their close relatives showed underactivation in the lateral orbitofrontal cortex and other brain areas, compared with the brains of the people without a history of OCD. The lateral orbitofrontal cortex, which is found in the frontal lobes, is associated with decision making and behaviour. “Impaired function in brain areas controlling flexible behaviour probably predisposes people to developing the compulsive rigid symptoms that are characteristic of OCD,” says Dr Sam Chamberlain from Cambridge University, who led the study. “This study shows that these brain changes run in families and represent a candidate vulnerability factor.

“However, much work is still needed to identify the genes contributing to abnormal brain function in those at risk of OCD. We also need to investigate not only vulnerability factors, but also protective factors that account for why many people at genetic risk of the condition never go on to develop the symptoms.” Image: Functional magnetic resonance imaging scans of brains of healthy controls (left) and of people with obsessive-compulsive disorder (right); Adam Hampshire References Chamberlain SR et al. Orbitofrontal dysfunction in patients with obsessive-compulsive disorder and their unaffected relatives. Science 2008.

 

 

 

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Website “Obsession as a catastrophe” is created. Original version (russian) of site: http://odkk.ru

The unusual and on the face of it frightening theme “obssession of the person” is offered to attention of the reader. This phenomenon has strongly entered for a long time already into surrounding life, and starts to dominate in it. Many literary and historical sources denote danger of appearance of this epidemic in our very much a hard time of change of Space Epoch. For the seekers and strong man this theme is opened in the book once again.
The book – is a result of many years’ work in this direction of the group of not indifferent to this theme people, though this book has been published under name of one author. Everything that is written in this book is result of their personal experience, based on the theory of The Teaching of Living Ethics.
Authors do not engage in expulsion, diagnostics and predictions at the instance of private persons.

“The given materials are intellectual property. Noncommercial use of the text is authorized. But any distortions of the texts placed on the website are prohibited. At citing of materials of the website it is necessary to give a reference to the source”.


Quest book

Part 1 “Obsession as a catastrophe”
Introduction
Foreword
A little bit about how we came to this theme
The theme of “obsession” in literature
Part 2 Obsession: Battle and Victory
Introduction
Obsession’s mechanism
Foundations
All details are important
Sphere of consciousness
About our methods of “scanning”
Exercise for training of Straight-Knowledge
The reasons of infectiousness of the obsessed persons
What is “Astral poison”?
Example of “doctor – obsessed patient” contact
Elementary and elemental kinds of obsession
Specifics of elementary and elemental kinds of obsession
Methods of assistance under elemental obsession
Obsession by the elementals of sexual depravity
“Pity and obsession” (What attitude to obsessed persons will be right?)
Not pity but cultivation of the Heart
Parallel mean
It is necessary to be attentive
How to behave to persons who consciously resist to obsession’s epidemic
The new in tactic of dark ones
Assistance under elementary obsession
First case: “Tatyana”

The second book can be ordered (Russian version)

Part 3 Iridial signs of obsession’s diagnostics
Foreword
Introduction
Signs of obsession and living corpse’s state which are observed to eye’s appearances. Some other symptoms of these states
About pigmental and other signs of obsession and living corpse’s state in detail
Pigmental type: “tobacco snuffing”
Narrowing of eyeshot
“Cloud”
Pupillary rim
Crumbling of pigment
Friability and light-absorption of pupillary rim
Example of characteristic pigmentation of obsessed person’s eye
Some signs which can tell about obsession
Examples of patient’s examination with diagnostics criteria of obsession and living corpse’s state
Example of stage-by-stage observation
Wet glass
Approximate list of questions which doctor used for examination of patients with suspicion about obsession (or living corpse’s state)
And also some questions from doctor’s list which sound to level of health and to eyesight
How to be?…
Facets of Agni-Yoga (about self-suggestion)
Pendulum (Determination of psychic energy quality, diagnostics of obsession and living corpse’s state by the radiesthesia method)
Pendulum. Requirement to operator
Pendulum. How to work with pendulum?
Pendulum. Notional meaning of pendulum’s swing
Pendulum. Determination of quality of the psychic energy using a diagram
Pendulum. Some traits to use of pendulum
Examples of oculist’s examination of patient-teenager’s with obsession
Example of obsession and forming of living corpse’s state at children after obsession of mother
Statistic graphs. Some diagnostics criteria of obsession
Aum, paragraph 206. About pendulum.
ADDITIONS TO THE SITE

Quelle:  http://en.odkk.ru

 

 

Die seltsame Aura auf Kirlianfotografien

Eines Abends im Jahr 1970 setzte sich Thelma Moss, Psychologin an der Universität von Los Angeles (Kalifornien) hin, um ein neues Buch zu lesen, das zu begutachten man sie gebeten hatte. Zuerst fühlte sie sich von dem “reißerischen journalistischen Stil” des Buches abgestoßen, doch beim Weiterlesen ergriff sie eine gewisse Spannung. Es handelte sich um das Buch PSI von Sheila Ostrander und Lynn Schroeder. Dieses Buch, das zu den parapsychologischen Bestsellern des Jahrzehnts gehörte, berichtete von über 30 Jahren sowjetischer und osteuropäischer wissenschaftlicher Erforschung paranormaler Phänomene, Ein Bereich dieser Forschungen fesselte Frau Moss ganz besonders, der Kirlianeffekt, eine Methode, mit der man angeblich die schimmernde Ausstrahlung von etwas, was man die Lebenskraft selbst nennen könnte, auf einem Film festhalten konnte.

Semjon Kirlian mit seiner Frau Ludmila.
Semjon Kirlian mit seiner Frau Ludmila.

Semjon D. Kirlian, der Entdecker des Kirlianeffekts, war Elektronikingenieur, der sich seine Kenntnisse größtenteils als Autodidakt erworben hatte, und Erfinder. Mit seiner Frau Valentina lebte er in einer bescheidenen Zweizimmerwohnung in der russischen Stadt Krasnodar. 1939 – er arbeitete damals als Wartungsmechaniker und Elektriker im örtlichen Krankenhaus – konstruierte er ein ungewöhnliches Gerät zum Fotografieren von Gegenständen, die in einem hochfrequenten elektrischen Feld standen, wobei er sich der Ausrüstung der Klinik bediente. Sein erstes Versuchsobjekt war seine eigene Hand. Als Kirlian die fotografische Platte entwickelte, stellte er mit Verblüffung fest, daß von den Fingerspitzen des dunklen, silhouettenartigen Bildes ein geheimnisvoller Glanz ausging. Fasziniert von diesem unerwarteten Ergebnis, fuhren er und seine Frau mit ihren Experimenten fort, wobei sie ihre Techniken und ihre Ausrüstung immer mehr vervollkommneten und eine immer größere Auswahl lebender und lebloser Objekte fotografierten.

Die Ergebnisse, die Semjon D. Kirlian weiterhin erzielte, waren unerhört aufsehenerregend. Ein frisch vom Baum geschnittenes Blatt zum Beispiel war von einer leuchtenden Aura umgeben, und seine Oberfläche war von Myriaden von Lichtpünktchen übersät. Einige Tage später hatte dasselbe Blatt nur noch eine schwächere Aura, und die meisten der Lichtpunkte waren verschwunden. Ein Gegenstand aus einer trägen Masse, wie zum Beispiel eine Münze, zeigte nur eine schwache Aura und überhaupt keine Lichtpunkte. Eine menschliche Hand konnte unter Umständen Lichteffekte hervorbringen, die verschwommen und ungeordnet waren, wenn der Besitzer der Hand krank oder besorgt, die aber leuchtend und scharf waren, wenn er bei guter Gesundheit war.

Kirlianfoto eines ganzen gesunden Blattes Kirlian-Phantombild eines abgeschnittenen Blattstückes (Phantomblatteffekt)
Kirlianfoto eines ganzen gesunden Blattes Kirlian-Phantombild eines abgeschnittenen Blattstückes (Phantomblatteffekt)

Bei einem Experiment, das einige von Kirlians Nachfolgern durchführten, wurde vor der Aufnahme die Blattspitze abgeschnitten. Das entwickelte Bild zeigte laut Bericht der Forscher die typischen Merkmale eines frisch abgerissenen Blattes, wobei das fehlende Stück durch eine “Phantomspitze” ausgefüllt war, eine schwache Aurafläche, die mit den ursprünglichen Umrissen des Blattes genau übereinstimmte.

In den Nachkriegsjahrzehnten fuhren die Kirlians mit ihrer Arbeit fort, wobei sie schließlich auch mit der Farbfotografie arbeiteten. Doch erst in den sechziger jähren gelang es ihnen, eine bescheidene Forschungshilfe von der Regierung zu bekommen; danach reagierten auch die offiziellen Stellen mit wachsendem Interesse. Hatten die Kirlians mit ihren “biolumineszenten” Bildern den Nachweis für eine neue Form der Energie erbracht? Hatten sie etwas bewiesen, was entsprechend veranlagte Medien seit Jahrtausenden behaupteten, daß alles Lebendige von einer unsichtbaren Aura umgeben ist? Konnte man den Kirlianeffekt nicht möglicherweise auf dem Gebiet der Medizin, der Psychologie, der Biologie und vielleicht sogar der Kriminologie nutzbringend anwenden? Die Möglichkeiten schienen endlos.

Die Psychologin Thelma Moss, eine der ersfen amerikanischen Forscherinnen, die sich mit Kirlianfotografie beschäftigte.
Die Psychologin Thelma Moss, eine der ersfen amerikanischen Forscherinnen, die sich mit Kirlianfotografie beschäftigte.

Sie erschienen auch Thelma Moss und einer Handvoll amerikanischer Forscher endlos, als sie Anfang der siebziger Jahre zuerst vom Kirlianeffekt hörten. Besonders aufregend fand Thelma Moss, daß es so aussah, als sei der Effekt unter Laborbedingungen wiederholbar – eine Eigenschaft, die bei anderen sogenannten paranormalen Phänomenen oft fehlte. Nachdem Frau Moss monatelang über die Kirlian-fotografie gelesen hatte, fuhr sie in die Sowjetunion, unterhielt sich mit Forschern und beschaffte sich wissenschaftliche Literatur. Als sie Anfang 1971 wieder in Kalifornien war, machten sie und einer ihrer Studenten, Kendall Johnson, sich daran, ein eigenes Kirliangerät zu konstruieren. Nach vielen Versuchen – und einer Reihe von Fehlschlägen – hatten sie endlich Erfolg.

Andere amerikanische Forscher, wie Stanley Krippner und William Tiller von der Stanforduniversität, folgten bald Moss’ Beispiel, und im Mai 1972 war die Kirlianforschung in den Vereinigten Staaten so weit fortgeschritten, daß eine erste Konferenz über “Kirlianfotografie, Akupunktur und die menschliche Aura” einberufen werden konnte. Einige Teilnehmer berichteten, es sei ihnen gelungen, eine ganze Reihe der von den Sowjets beobachteten Kirlianeffekte ebenfalls zu erzielen und einige sogar neu zu entdecken.

Am 15. Oktober 1976 erschien in der wissenschaftlichen Zeitschrift Science ein kritischer Artikel, in dem es hieß, der Kirlianeffekt werde wahrscheinlich nur durch die im fotografierten Gegenstand anwesende Flüssigkeitsmenge produziert. In bezug auf die Wiederholbarkeit schrieben die Autoren des Artikels, daß mindestens 25 unberechenbare Umstände kontrolliert werden müßten, bevor man eine Kirlianfotografie schlüssig interpretieren könne, womit sie andeuteten, daß viele berühmte Kirlianbilder möglicherweise nutzlos waren. Manche Physiker sind sogar der Ansicht, daß der Effekt vielleicht nur Entladungsströme zeigt, die zwar die fotografischen Emulsionen beeinflussen, aber wenig über den Gegenstand selbst aussagen.

Inzwischen geht die Forschung weiter. Thelma Moss berichtete von einem hundertprozentigen Erfolg, als sie den Effekt nutzte, um die Keimfähigkeit von Sojabohnensamen vorherzusagen. Ihren Berichten zufolge hat sie auch Kirlian-Videobänder hergestellt, auf denen Pflanzenauren zu sehen sind, die bei einer sich nähernden Hand leuchtender werden. Physiker der Drexel-Universität berichten von Beziehungen zwischen Strahlungswechsel in Fingerspitzenkoronen und bestimmten geringfügigen Schmerzen.

Das angebliche Beweismaterial häuft sich, doch eine Kernfrage bleibt bestehen: Was erzeugt den Kirlianeffekt? Ist es eine neue Form der Energie oder nur eine neue Manifestation einer bekannten Art? Für Thelma Moss steht die Antwort fest. “Ich würde keinen Sinn darin sehen, mich auf diesem Gebiet abzuplagen”, sagte sie, “wenn ich glaubte, daß es sich um ein rein elektrisches Phänomen handelt.”

 

 

Besessenheit

Wer meint, Besessenheit sei ein längst überholtes Relikt aus dem Mittelalter, dem sei gesagt: Sie ist wieder schwer “in”!

Die letzte Überarbeitung des Rituale Romanum (Erstausgabe: 1614) stammt aus dem Jahr 1952. Meines Wissens ist der neue Papst Benedikt gerade darüber, eine aktuelle Fassung herauszugeben, auch werden in päpstlichem Auftrag derzeit verstärkt Seminare für Exorzisten angeboten. Da kommen scheinbar schwere Zeiten auf Dämonen zu, und der Durchschnittssatanist sollte sich überlegen, ob er angesichts des knapper werdenden dämonischen Wohnraums nicht seine Mietforderungen etwas erhöht .

Unter “Besessenheit” versteht der Theologe, dass ein Teufel von eines Menschen Körper Besitz ergreift und damit verfügt, als sei es sein eigener. Aber…:

Aus dem Rituale Romanum:

Ne facile credat (exorcista), aliquem a daemone obsessum esse.
Man vertraue nicht leicht darauf, dass jemand von einem Dämon besessen sei.

Berichte von Besessenen

Die besessenen Knaben von Illfurt
Um das Jahr 1864 geraten 2 Brüder durch den Genuss eines Apfels von einer verruchten Alten im Ort in einen sonderbaren Zustand.

Schwester Magda
Die angeblich Besessene wird in die Psychiatrie eingeliefert.

Diverse Besessenheitsgeschichten
Verschiedene kleinere Geschichten von Besessenheit und Exorzismen.

Symptome angeblicher Besessenheit

Als Zeichen für mögliche Besessenheit werden von Theologen folgende Symptome genannt:

  • Krämpfe, Zuckungen
  • Abmagerung, Fresswahn, Anorexie und Bulimie
    Zweierlei Maß: Während Nahrungsverweigerung und Magersucht bei Nichtchristen als Zeichen von Besessenheit gilt, wurden Katholikinnen, die sich bis zu ihrem Hungertod nur von der Hostie ernährten, massenweise heilig gesprochen.
  • Die Besessenen verstehen oder sprechen längere Reden in fremden Sprachen.
    (O-Ton Rituale Romanum: Ignota lingua loqui plurimis verbis, vel loquentem intelligere.)
    Vorwiegend handelt es sich aber um bekannte Sprachen aus ihrem Kulturkreis, also Italienisch, Französisch, Englisch, Lateinisch, Hebräisch – leider keine chinesischen Dialekte oder Indianisch o.ä..
    Ein Dialog sollte gegeben sein, um das wirkliche Verständnis der Fremdsprache zu garantieren und die fremdsprachliche Rede von der Hypomnesie (gesteigerte Erinnerung) zu unterscheiden, bei der sich Menschen an einst Gelesenes oder Gehörtes detailliert erinnern können.
    Zweierlei Maß: Während ein solches Fremdsprachenverständnis bei Nichtchristen als Zeichen von “Besessenheit” durch einen Dämon gilt, wird es bei Christen als fromme “Zungenrede” durch den heiligen Geist interpretiert.
  • Die Stimme ist unnatürlich: Frauen oder auch Kinder reden mit tiefen Männerstimmen.
  • Oft können sie in die Zukunft schauen, hellsehen und wissen von Dingen, die sie nicht sehen oder wissen können.
    (O-Ton Rituale Romanum: Distantia, et occulta patefacere.)
    Das sei allerdings abzugrenzen von der “gewöhnlichen” (?) Hellsichtigkeit und Telepathie, meint der Theologe.
  • Sie wissen auch Dinge über das Leben andere Personen (insbesondere deren “Sünden”), die sie nie bemerkt haben dürften.
  • Sie fallen in Trance.
  • Sie schweben bis zu 5 m über dem Erdboden.
  • Sie werden von unsichtbaren Angreifern (oft Tieren: Schlange, Katze) gekratzt, gewürgt, verprügelt, mit Peitschen geschlagen oder die Treppe hinunter gestoßen.
  • Sie verletzen sich selbst.
  • Sie haben eine Abscheu vor allem Kirchlichen und Geweihten, kreischen auf und verweigern die Nahrung, wenn in ihrem Essen nur 1 Tropfen Weihwasser beigemischt wurde u.a.
  • Sie fluchen und beschimpfen Pfarrer und “Hochwürden” aufs Unanständigste.
  • In ihrer Gegenwart riecht es manchmal nach Schwefel.
  • Legt man dem Besessenen bestimmte Reliquien oder Heiligenmedaillions auf den Kopf, fallen sie in Ohnmacht. Oft gebärden sie sich auch wie gequälte Tiere, schäumen aus dem Mund und wälzen sich auf dem Boden.
  • Die Besessenen vollbringen komische Turnübungen: Sie drehen sich auf dem Rücken wie ein Kreisel oder fliegen oft mitsamt den Stühlen, worauf sie sitzen, durchs Zimmer.
  • Die Besessenen benehmen sich unbegründet übermäßig aggressiv.

Die natürliche psychische Störung, also der “ganz normale Wahnsinn”  ist von der Besessenheit vor allem durch hinzu kommendem parapsychologische bzw. metaphysische Phänomene zu differenzieren.

Die zweite Persönlichkeit eines echten Besessenen hat den Charakter eines Teufels: “…ist dagegen voller Leben und Geist, voll Affekt und Dynamik, ein Gegner von unversöhnlichem Hass und zielklarem Wollen, ein Feind voll List und Trug. Sie ist ganz Herr ihrer selbst, von starkem Selbstbewusstsein ohne Minderwertigkeitsgefühle, die zudem sehr wohl weiß, was sie kann, und ebenso genau ihre Grenzen kennt.” So weit der Theologe Adolf Rodewyk in seinem Buch “Dämonische Besessenheit” (1988).

Bezeichnender Weise “wachsen” Besessenheitsfälle: Zu Beginn sind die Symptome meist so schwach, dass der Besessene sich noch unauffällig in der Gesellschaft bewegen kann und gar nicht als besessen erkannt wird. Nach ersten zaghaften Absonderlichkeiten tritt meist ein streng Gläubiger oder Priester in Aktion und vermutet eine Besessenheit. Nun kann man zusehen, wie die Symptome der Besessenheit immer stärker werden, parallel zu priesterlichen Bemühungen an Exzentrik gewinnen, ausufern und schließlich überhand nehmen. Das Ganze scheint fast so, als würde der “Besessene” mehr zufällig entdecken, dass mit bestimmten Symptomen eine Menge Aufmerksamkeit errungen werden kann und probierte dann aus, wie weit er mit seinem Theater gehen könnte, wobei nicht jeder Besessene die Zügel in der Hand behält. Das blöde Spiel verselbstständigt sich gelegentlich und der Besessene wird zum Opfer seiner eigenen Inszenierung.

Dämonische Perspektiven

Nun, es ist ja bekannt, dass die Katholenheit sich gern in dem Glauben räkelt, dass sich die ganze Welt nur um sie dreht. Drum hatte auch Galileo seine Probleme, denn seine Theorie, dass die Sonne nicht in höchster Verzückung angesichts der braven Christen tagtäglich um die Erde als Sitz der hochheiligen katholischen Kirche tanzt, wurde von den Katholiken als Frechheit und Anfeindung ihres rechtmäßigen Standes als “Zentrum allen Interesses des Universums” empfunden. Wie wir heute wissen, hilft da aber alles nichts und wir müssen einsehen, dass wir astronomisch schon mal nicht der Mittelpunkt der Welt sind.

Ja … sind wir es dann wenigstens spirituell?

Sehr aufschlussreich ist bei solchen Fragen, wenn man sich gedanklich in den anderen Part des Geschehnisses hineinversetzt. Ich stelle mir also vor, ich wäre ein Teufel nach judeochristlichem Glauben, also ein gefallener Engel “voll von unversöhnlichem Hass und zielklarem Wollen, ein Feind voll List und Trug” gegen Gott und seine droben gebliebenen Engel.

Machen wir ein Rollenspiel:

Was würdest du (ja: DU!) als solch ein Dämon da tun?

Quelle: http://www.rafa.at/50besess.htm

 

 

 

Underactive brain regions linked to obsessive-compulsive disorder
18 July 2008

Study reveals that the brain regions responsible for stopping habitual behaviour are underactive in people with obsessive-compulsive disorder and their unaffected close relatives

Scientists at Cambridge University have identified underactive brain regions linked to the risk of developing obsessive-compulsive disorder (OCD), a debilitating condition that is thought to affect 2-3 per cent of the population at some point of life.

The identification of brain-based markers for people at increased risk of OCD could lead to more-accurate, earlier diagnosis and treatment of the disorder. Currently, diagnosis is made by clinical interview, usually once the disorder has progressed.

OCD tends to run in families but little is known about the genetic factors involved in the disease. The current research, published in the journal Science, is the first to link functional brain changes with the familial risk for OCD.

In the study, researchers tested 14 people without a history of OCD, 14 people with OCD, and 12 of the patients’ immediate relatives, unaffected by the disorder. The volunteers were shown a series of pictures comprising a house and face superimposed and asked to use trial and error to identify which image was the ‘correct’ target. They were given feedback of ‘correct’ or ‘incorrect’ on the screen. When the correct target had been identified six times in a row the test changed.

Functional magnetic resonance imaging (which measures blood flow in the brain to highlight which areas are most active) was used to look at brain activity throughout the task.

The people with OCD and their close relatives showed underactivation in the lateral orbitofrontal cortex and other brain areas, compared with the brains of the people without a history of OCD. The lateral orbitofrontal cortex, which is found in the frontal lobes, is associated with decision making and behaviour.

“Impaired function in brain areas controlling flexible behaviour probably predisposes people to developing the compulsive rigid symptoms that are characteristic of OCD,” says Dr Sam Chamberlain from Cambridge University, who led the study. “This study shows that these brain changes run in families and represent a candidate vulnerability factor.

“However, much work is still needed to identify the genes contributing to abnormal brain function in those at risk of OCD. We also need to investigate not only vulnerability factors, but also protective factors that account for why many people at genetic risk of the condition never go on to develop the symptoms.”

Quelle: http://www.wellcome.ac.uk/News/2008/News/WTX049876.htm

 

 

Besessenheit in der Medizin

In der Fähigkeit, die Schwerkraft zu überwinden, sehen Theologen ein Indiz für dämonische Besessenheit. The Exorcist, 1973, Regie: William Friedkins, mit Linda Blair, Max von Sydow und Jason Miller.

Besessenheit bezeichnet in der Medizin die psychische Veränderungen eines Menschen in Form einer Neurose oder Psychose. Krankheitssymptome der pathologischen Besessenheit wurden einst auch unter Dämonomanie oder Dämonopathie zusammengefasst und beinhalteten klinische Symptome wie Schlaflosigkeit, visuelle Halluzinationen und Erregung im Unterleib. In der Antike wurde die Krankheit der Epilepsie als Besessenheit beschrieben. Im DSM-IV (vierte Ausgabe des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) wird unter “Nicht Näher Bezeichnete Dissoziative Störung” (DSM-IV Code 300.15) die Besessenheitstrance angeführt: “Besessenheitstrance beinhaltet das Ersetzen der normalen Erfahrung persönlicher Identität durch eine neue Identität, die auf den Einfluß eines Geistes, einer Macht, einer Gottheit oder einer anderen Person zurückgeführt wird und mit stereotypen “unwillkürlichen” Bewegungen oder Amnesie verbunden ist. Beispiele sind Amok (Indonesien), Bebainan (Indonesien), Latah (Malaysia), Pibloktoq (Arktis), Ataque de nervios (Lateinamerika) und Besessenheit (Indien).”

Obsession in der Dämonologie

Die dämonische Besessenheit geht nach Ansicht der Dämonologie, welche bis heute Grundlage des katholischen Exorzismus ist, auf eine von einem oder mehreren fremden Wesen hervorgerufene Obsession zurück. Sensorische und physiologische Symptome der dämonischen Besessenheit sind u. a. ein unerklärliches Kribbeln auf der Haut, Hitzewallungen, Fieber, Erbrechen. Paranormale Symptome sind u.a. das Sprechen und Verstehen fremder Sprachen (Glossolalie), die Offenbarung räumlich oder zeitlich entfernter Ereignisse, Abscheu gegenüber religiösen Gegenständen. Berichte weisen darauf hin, dass derartige psychische Verhaltensanomalien durch Suggestion auf andere Menschen übertragbar sind und epidemische Ausmaße annehmen können. In der mittelalterlichen Dämonologie, die bis heute Grundlage des katholischen Exorzismus ist, werden drei Formen der Besessenheit unterschieden, wovon “Obsessio” eine ist:

– Circumsessio: Umsessenheit von Dämonen, die im Sinne der Infestation einen Menschen umlagern, ohne in seinen Körper einzudringen.

– Obsessio oder Maleficiatio: Der Dämon ergreift Besitz von einem Menschen, indem er in seinem Körper eindringt und ihn parasitär als Wirt bewohnt

– Possessio: Der Mensch ist ein willenloses Objekt der Dämonen und hat seine Freiheit verloren.

Johann Joseph Gassner, Pfarrer zu Klösterle im Bistum Chur, der sich als Heiler von Krankheiten im Auftrag des Herrn sah, nennt im 18. Jh. sechs äußere Zeichen, die darauf schließen lassen, dass ein Mensch Dämonen im Leib hat:

– barbarae voces (wilde Stimmen)

– horribilis vultus (schreckliche Miene)

– memborum stupor (starre Glieder)

– summa inquietudo (höchste Unruhe)

– vires humanes superiores (übermenschliche Kräfte)

– cruciatus (Wundmale)

Viele der Patienten erlitten durch die rituelle Behandlung psychische Schäden.

Ethnologie und Ritus

Bis heute spielt Besessenheit in kultischen Ritualen eine Rolle. Im Voodookult auf Haiti dringen die “Loas” (gute oder böse Geister) in einen Menschen ein und vertreiben Gros-bon-ange, seinen grossen Schutzengel. Der Besessene fällt in Trance und wird vom Dämon wie ein Pferd geritten. Nach Erwachen aus der Trance verbleibt keine Erinnerung an den Zustand der Besessenheit.

Im japanischen Volksglauben findet sich eine dämonische Besessenheit in Form eines Fuchses. Der Fuchs dringt wie ein Parasit in den menschlichen Körper ein und entfaltet dort sein eigenes vom Ich des Wirtes unabhängiges Leben. Es entsteht ein schizophrenes Doppelbewusstsein, das sich in einer nervösen Zerrüttung äussert: Die besessene Person nimmt alles wahr, was der Dämon sagt. Verlässt der Dämon freiwillig den Körper oder wird von einem „Fuchsaustreiber” vertrieben, können sich die Betroffenen an den Zustand ihrer Bessesenheit nicht erinnern und verfallen meist in Depression.

Quelle: http://daimon.myzel.net/Besessenheit

 

 

Ursachen für Besessenheit
Exorzismus oder Unterscheidungsgabe
Artikel über P. Gabriele Amorth
Von wegen, den gibt es nicht  (Interview)
Neu  Pater Gabriele Amorth, spricht über satanische Angriffe
Video über Exorzismus

 Pater Amorth, Exorzist der Dioziöse Rom

Der Teufel ist unter uns   

Das moderne Denken lässt die biblischen Aussagen vom Teufel und der Teufelsaustreibung (=Exorzismus, von griech. orkos= Eid, Schwur) kaum mehr gelten. Berichte über selbsternannte Exorzisten bringen die kath. Kirche in ein schiefes Licht. 1990 stellte der Vatikan allen Bischofskonferenzen ein Dokument zu, worin die künftige Handhabung des Exorzismus beschrieben ist. Von einem Exorzisten wird v.a. verlangt, dass er zwischen Krankheit, Umsessen- und Besessenheit unterscheiden kann. Der Priester Reto Nay hat uns aus Rom das folgende Gespräch mit dem bekannten Exorzisten Gabriele Amorth mitgebracht.

Gabriele Amorth, seit 1985 Exorzist der Diözese Rom.

Pater Amorth, warum glauben die Leute nicht mehr an den Teufel?

«Ich persönlich bezweifle, dass die Leute heute nicht mehr an den Teufel glauben. Der Teufel existiert — und wie! Die Civiltà Cattolica (angesehene Zeitschrift der Jesuiten) hat auf einem Kongress eine Studie mit erschütternden Zahlen vorgestellt: ca. 12 Millionen Italiener wenden sich an Kartenleser, Zauberer, Hexer, satanische Sekten… Sie zahlen 100 Fr. für eine Antwort oder einen Rat und mehrere 1000 Fr. für eine Behexung.» Das ist ja ein Riesengeschäft. Wie kann man so etwas erklären? Wenn der Glaube abnimmt, nimmt der Aberglaube auch unter gebildeten Leuten zu. Heute existieren in Rom über 100 satanische Sekten. In Europa gibt es einen grossen spirituellen Niedergang. Der Glaube schwindet. Die Zahl der Kirchgänger fällt ins Bodenlose. Ich betrachte die Europäer als ein Volk von getauften Heiden. Scheidung, Abtreibung, Auflösung der Familien: eine Katastrophe.»

Glauben Sie, dass der Teufel real gegenwärtig sein kann?

Satan ist ein wirkliches, persönlichgeistiges Wesen. Er gehört zu den Abertausenden von Gott geschaffenen Engeln. Wie alle Engel war der Teufel einst glücklich und gut, erlag dann aber einer Versuchung. Es steht fest, dass sich Satan und seine Anhänger aus eigener Schuld in Dämonen verwandelten, weil sie sich nicht in den Dienst Christi stellen wollten. Die Dämonen sind persönliche Wesen, weil sie Freiheit und Willen besitzen. Sie sind geistige Wesen, reine Geister, weil sie keine Seele und keinen Leib haben wie der Mensch. Darum benützen sie manchmal den Körper der Menschen.»

Durch welche Ritzen der Persönlichkeit kann sich der Teufel einschleichen?

«Satan benützt 4 Wege, um von einer Person Besitz zu ergreifen: Die Erlaubnis Gottes, z.B. bei Heiligen, die von Dämonen besessen waren. Eine Verfluchung, die auch ohne den aktiven Beitrag der besessenen Personen wirksam werden kann. Diese Menschen sind Opfer ohne Schuld. Freilich wirkt eine Verfluchung viel seltener, wenn der Betroffene im Stand der Gnade ist, betet und regelmässig die Sakramente empfängt. Die anhaltende Todsünde. Der Einfallsort des Teufels ist hier offensichtlich. Das beste biblische Beispiel dafür ist Judos Iskariot. Wie oft wird Jesus versucht haben, Judas von seinen Mängeln zu reinigen. Judas war ein Dieb, und als er sich entschloss, Jesus zu verraten, sagt das Evangelium: «Und der Satan ergriff Besitz von Judas» (Lk 22,3). Wiederholt habe ich es mit Personen zu tun gehabt, die im Zustand der eingewurzelten Sünde lebten. Ein Rauschgifthändler hatte unter Drogeneinfluss ein Mädchen vergewaltigt und an einem bewaffneten Überfall teilgenommen. Er kam zu mir, um seiner Mutter und seiner Schwester, die ihn begleiteten, eine Freude zu machen. Ich hatte keine 30 Sekunden über ihn gebetet, da fiel er schon in Trance und begann fürchterlich zu schreien. Sofort brach ich den Exorzismus ab und sagte ihm, dass er von einem Dämon besessen sei. Er antwortete mir: «Das weiss ich, und es ist mir recht, weil ich es so haben will.»

Kontakte mit satanischen Sekten, Magiern, Hexern, teuflischen Bluthunden, Okkultismus, Spiritismus… Wenn jemand solchen Dingen nachgeht, öffnet er dem satanischen Einfluss und der Besessenheit Tür und Tor.»

In wievielen Fällen haben Sie die Gegenwart des Teufels festgestellt?

«Ich persönlich habe es bisher mit ungefähr 12 schweren Fällen zu tun gehabt. Doch die Personen, die bis zu mir gelangen, sind selektioniert. Jeden Montag erhalte ich Anrufe von Menschen, die um Hilfe bitten. Im Schnitt stelle ich bei zwei Drittel der Fälle fest, dass eine Audienz unnötig ist. Beim restlichen Drittel kann ich erst nach einem oder mehreren Exorzismen sehen, ob es sich um wirkliche Teufeleien oder um paranormale Phänomene handelt, die ein Exorzist natürlich auch kennen muss.»

Ein Exorzist im Einsatz

In einem Quartier der römischen Innenstadt unweit des Kolosseums erhebt sich in einer stark befahrenen Seitenstrasse eine unscheinbare Kirche. Es ist 8.00 Uhr, und drinnen steht die Frühmesse kurz vor dem Ende. Unter den Gläubigen, in der letzten Bank kniet ein Priester im schwarzen Talar. Noch dem Schlusssegen erhebt er sich und geht seitlich in die Sakristei. Einige Personen folgen ihm. Dieser Vorgang wiederholt sich jeden Dienstag- und Freitagmorgen: P. Gabriele Amorth, der berühmteste unter den Exorzisten der Diözese Rom ist bei der Arbeit. Der Pater ist ausgelassen und scherzt mit den Umstehenden, alles junge Leute, unter ihnen auch eine elegant gekleidete 25- bis 30 jährige Frau. Das Hinterzimmer der Sakristei, wo sich die Gruppe befindet, ist spartanisch ausgestattet. Eigentlich ist es mehr ein Abstellraum. In seiner Mitte ist ein Tisch, auf dem mit Wasser gefüllte Behälter bereitstehen. Zuerst wendet sich der Pater ihnen zu und segnet das Wasser. Weihwasser ist für einen Exorzisten ein wichtiges Instrument. In der Zwischenzeit haben sich die Leute niedergesetzt. Die elegante junge Frau hat in einem uralten Polstersitz Platz genommen, der von einem Halbkreis anderer Stühle umgeben ist. Offensichtlich ist sie die «Besessene». Pater Amorth tritt heran, spricht einige Gebete und bespritzt die kleine Gruppe mit Weihwasser. Angetan mit einer langen violetten Stola setzt er sich dem Mädchen gegenüber. Einige Scherze, wie geht‘s, wie steht‘s, die Arbeit, die Familie. Nochmals Weihwasser. Dann legt der Pater dem Mädchen die Enden seiner Stola über die Schultern, berührt mit den Händen ihr Haupt und beginnt mit den langen lateinischen Exorzismusgebeten. Die Frau, eben noch redselig und lachend, durchzuckt es wie ein Stromstoss. Sie fällt in einen tranceähnlichen Zustand. In ihren halboffenen Augen sind die Pupillen nicht mehr zu erkennen. Unruhe breitet sich aus. Links und rechts von ihr nähern sich zwei ältere Frauen, die sie diskret aber mit Kraft an Schultern und Armen zurückhalten. Später treten zwei Männer hinzu, um ihre Beine zu fixieren. Der Pater betet weiter, als ob nichts geschehen wäre. Er bespritzt das Mädchen, das inzwischen tobt, schreit und schäumt, mit Weihwasser und macht ihr mit Katechumenenöl das Kreuz auf die Stirn: «Fugite partes adversae“» «Flieht ihr diabolischen Kräfte!» Pater Amorth ist hager und mit seinen 81 Jahren äusserst vital. Trotz seines Alters ist er erst seit 20 Jahren Exorzist. Vorher war er Redaktor und Schriftsteller. Er ist seit Jahren Mitglied der internationalen päpstlichen Marianischen Akademie. Seine Ernennung zum Exorzisten kam für ihn überraschend. Alles begann bei einer Zusammenkunft mit dem damaligen Vikar des Papstes für die Stadt Rom, Kardinal Ugo Poletti. Dabei kam der Kardinal auf einen gemeinsamen Bekannten, den Passionistenpater Candido Amantini, zu sprechen. P. Candido war der berühmteste Exorzist in Rom und hatte eine 36 jährige Erfahrung. Kardinal Poletti packte die Gelegenheit beim Schopf: ,,Sie sind ein Freund von P. Candido und wissen gewiss, dass er alt ist und einer Hilfe bedarf. Ich verleihe Ihnen darum das Recht zu exorzieren. ,,So wurde Pater Amorth zuerst der Gehilfe und Lehrhng ,später der Nachfolger von P. Candido. Seitdem hat er in weniger als sechs Jahren ca. 1 2‘OOO Exorzismen durchgeführt.

Pater Amorth spricht von einer Zunahme der Besessenen

Der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe.

«Wir Exorzisten, die wir den Bösen bekämpfen, sind nur wenige», erklärt der bekannte römische Pauliner-Pater, Gabriele Amorth. «Um dem Satan entgegenzutreten genügt Weihwasser und ein Kruzifix, aber um ihn endgültig zu besiegen, kann es 14 Jahre dauern.»— «Von 1986 bis heute, haben sich 12‘OOO Personen an mich gewandt.»

Wie kann man eine Besessenheit erkennen?

«Die Hauptschwierigkeit besteht darin, ein dämonisches von einem psychischen Leiden zu unterscheiden. Hier müsste man weit ausholen. In einigen Fällen kann beides im Spiel sein. Das bedeutet, dass die Person sowohl den Exorzisten als auch den Psychiater braucht. Vereinfachend können wir sagen, dass das einleuchtendste Symptom der Besessenheit die Abneigung gegen das Heilige ist. Wenn eine Person, obwohl sie es möchte, nicht zur HI. Messe gehen kann, wenn jemand auf heilige Bilder aggressiv reagiert, dann sind das erste Hinweise. Man kann eine Person auch testen, indem man ihr, ohne das sie es weiss, einen Kaffee oder eine Suppe mit exorziertem Wasser zubereitet. Wenn die Person aufspringt oder die Speise ablehnt, besteht Verdacht auf Besessenheit. Oder man bereitet den Salat mit exorziertem Salz oder exorziertem Öl und prüft, ob die Person ausfällig wird und das Essen ablehnt. Ein anderer Hinweis kann eine medizinisch nicht diagnostizierbare Krankheit sein. Es kommt vor, dass bei einer Person nicht einmal der unmittelbare Effekt eines Medikamentes eintritt. Man versucht z.B. einen Kranken mit hohen Dosen von Schlaftabletten zu beruhigen, ohne dass sich bei ihm eine Wirkung zeigt. Auch die Tatsache, dass jemand an einer spiritistischen Sitzungen etc. teilgenommen hat, muss sehr ernst genommen werden. Um die Besessenheit einer Person zu erkennen, ist Verschiedenes zu berücksichtigen. Letztlich kann aber nur der Exorzismus eine eindeutige Diagnose liefern. Deshalb ist es wichtig, die Reaktion einer Personwährend und nach dem Exorzismus zu beobachten. Der Exorzismus kann nach einigen Tagen gewalttätige Reaktionen, Augenrollen oder Trancezustände auslösen. Oder es kann einer Person für einen Tag schlecht gehen und anschliessend wieder gut, bis das Übel nach einigen Tagen erneut eintritt. Um eine mögliche Einbildung auszuschalten, ist es wichtig, die Verhaltensweisen des Bedrängten während einer Reihe von Exorzismen aufzuzeichnen. Erst dann kann festgestellt werden, ob eine Besessenheit tatsächlich vorliegt oder nicht.»

Wie lange dauert es, um den Teufel zu vertreiben?

«Selten geht es schnell. Im allgemeinen braucht es 5-6 Monate (manchmal bis zu 12 oder 14 Jahren). Ich exorziere Personen, die schon bei meinem Vorgänger, Pater Candido, in Behandlung waren.» 

Gab es in ihrer Tätigkeit einen besonders typischen Fall?

«Ich denke da an einen Jugendlichen, der zu mir kam, nachdem er von seiner Familie, den Ärzten, Spitälern und von verschiedenen Priestern zurückgewiesen worden war. Er litt furchtbar, Angst, Panik, weiche Knie, Versteifungen, Nervenzusammenbrüche, Angst vor Schizofrenie oder Epilepsie, Brechreiz, Schmerzen. Auch war er nicht mehr fähig, die Bewegungen der Arme und des übrigen Körpers zu kontrollieren). Keine Diagnose, keine Therapie und keine Medikamente konnten ihm die Gesundheit und Unbeschwertheit wieder schenken. Alle hielten ihn für verrückt. Er erzählte mir: «In meiner Verzweiflung wandte ich mich am Fest der Mutter des Guten Rates an einen sehr demütigen und frommen Pater. Dieser sprach mir von einem Geistesmann, der unter der strikten Aufsicht eines Bischofs wirke und die Gabe der Seelenschau habe. Ich suchte ihn auf und bekam folgende Antwort: «Man hat dich verhext, um dich an Leib und Seele zu treffen. Vor acht Monaten hast du einen verhexten Apfel gegessen.» Ich reagierte auf diese Diagnose mit einem müden Lächeln und glaubte natürlich kein Wort. Aber später dachte ich darüber nach und fühlte in mir eine neue Hoffnung. Ich machte mich auf die Suche nach einem Exorzisten und musste deswegen jede Menge Demütigungen, Ablehnungen und Spott einstecken. Jetzt bin ich bei ihnen angekommen, Pater Amorih, ich bitte Sie, helfen sie mir!» Der Jüngling erzählte mir auch von seiner Ex.Freundin, die davon überzeugt war, dass das Böse stärker wäre als das Gute. Dieses Mädchen sprach von verrückten Dingen wie Hexen und Magiern. Der Junge war davon überzeugt, dass sie der Ursprung seiner Besessenheit war. Ich exorzierte ihn während dreier Jahre, bis er seine alte Unbeschwertheit wiederfand.»

Was ist der Unterschied zwischen einem Priester und einem Laien im Kampf gegen den Teufel?

«Um diesen Unterschied zu verstehen, müssen wir beachten, dass der Teufel auf zwei Arten wirkt: durch die gewöhnliche und durch die aussergewöhnliche Beeinflussung des Menschen. Die gewöhnliche Art der dämonischen Einflussnahme auf unser Leben sind die Versuchungen, während der Teufel für seine aussergewöhnlichen Handlungen unheilbringende Kräfte benützt. Die richtige Unterscheidung, die weder im Kirchenrecht noch im alten römischen Rituale zu finden war, findet sich jetzt im jüngst publizierten Katechismus der Katholischen Kirche. Dieser spricht von der diabolischen Besessenheit einerseits und von Übeln diabolischen Ursprungs andererseits. Das ist eine wichtige Unterscheidung, denn während erstere eher selten ist, kommen Übel diabolischen Ursprungs häufiger vor.— Gegen die gewöhnlichen Versuchungen benützen Priester und Laien die gleichen Mittel, und natürlich können ihnen auch beide erliegen. Der Kampf gegen ausserordentliche Beeinflussungen des Teufels betrifft den Priester stärker, weil sich seine Tätigkeit, die Menschen zum Heil zu führen, ja schon an und für sich gegen den Teufel richtet. Zu den ersten Pflichten des Priesters gehört das Predigen und Beichtehören. Die Beichte ist das Sakrament, welches dem Teufel die Seelen entreisst. Darum dürfen wir uns nicht wundern, dass es der Teufel auf gute Beichtväter wie z.B. den Pfarrer von Ars, Padre Pio, Don Calabria… abgesehen hat.

Kann jeder Getaufte Befreiungsgebete sprechen?

«Jawohl. Denn Christus hat an jeden Christen die Verheissung gerichtet:

«…und durch die, welche zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben…» (Mk 16,17). Im 1 .-3. Jh. waren alle Gläubigen Exorzisten. Aber sie sprachen, um genau zu sein, keine Exorzismen, sondern Befreiungsgebete. Dagegen ist der Exorzismus ein von der Kirche eingesetztes Sakramental, das von einem durch den Bischof beauftragten Priester ausgeübt wird. Ein Laie kann aufgrund der kirchlichen Anordnung keine Exorzismen ausüben (diese Norm könnte auch verändert werden). Ein Laie, der Befreiungsgebete spricht, handelt im Namen Christi und macht vom allgemeinen Priestertum aller Gläubigen Gebrauch. Der vom Bischof beauftragte Priester handelt zusätzlich im Namen der Kirche und hat deshalb bei gleichen Voraussetzungen sicher die grössere Macht. Aber wir müssen beachten, dass der Herr kein Formalist ist. Ein Laie, der die Befreiungsgebete mit mehr Glauben spricht als ein Priester, hat mehr Macht als dieser. Erinnern wir uns an die HI. Katharina von Siena, welche die Besessenen empfing, die von den Exorzisten ihrer Zeit nicht geheilt werden konnten. Sie betete über sie und verschaffte ihnen Befreiung.

Dennoch ist festzuhalten, dass der Exorzismus als Instrument zur Befreiung eines Menschen erst an siebter Stelle steht. Folgende Maßnahmen gehen ihm im Kampf gegen den Teufel voraus:

Leben in der Gnade Gottes

  • Beichte
  • HI. Messe
  • Kommunion
  • eucharistische Anbetung
  • Gebete (Psalmen und Rosenkranz)
  • Exorzismus und andere Sakramente» 

Welche Gebete rezitieren Sie während eines Exorzismus?

«Es handelt sich um lateinische Gebete aus dem römischen Rituale, die alle darauf abzielen, Satan im Namen Christi zu vertreiben. Manchmal reagiert der Leidende überhaupt nicht auf diese Gebete. In schwierigeren Fällen fällt er in Trance, sobald ich ihm die Hände auf lege. Danach erinnert er sich nicht mehr an das, was sich zugetragen hat. In anderen Fällen beginnt er zu heulen und zu schreien, wehrt sich und schäumt. Dann brauche ich Gehilfen, die ihn festhalten. Oft treten seltsame Symptome auf, weil sich der Teufel auf alle möglichen Weisen zu verstecken sucht. So verbirgt er sich nicht selten hinter einer merkwürdigen Form von Epilepsie, wobei die Personen aber Symptome zeigen, die der Epilepsie nicht entsprechen.» Welche Mittel verwenden Sie im Kampf gegen den Teufel? «Kruzifix, Weihwasser und Katechumenenöl: die gleichen Mittel, die man bei der Taufe benützt. Das Katechumenenöl wird am Hohen Donnerstag vom Diözesanbischof gesegnet. Bei uns in Rom ist das der Papst. Ferner lege ich dem Leidenden die Hände auf und lasse die Enden meiner langen Stola über seine Schultern fallen.»

Was tun Sie, wenn Sie meinen, dass eine Besessenheit vorliegt?

«Ich weise die Leute darauf hin, dass sie vor allem der Umkehr bedürfen. Es ist wichtig, die Gebote zu befolgen und Magier, Kartenleser und Zauberer zu meiden. Ich habe einen Unternehmer gekannt, der lange in Afrika gelebt und einem Hexer das Leben gerettet hatte. Aus Dankbarkeit hatte ihm dieser Riten beigebracht, die darauf abzielten, den Freunden Wohltaten und den Feinden Unglück zu bringen. Diese Riten waren natürlich dämonischen Ursprungs und deshalb gefährlich: Denn was nicht von GOTT kommt, stammt vom Satan. Der Unternehmer begann dem wirtschaftlichen Ruin entgegenzugehen und hatte in seiner Familie einen Todesfall nach dem anderen. Einem Mädchen, das nichts dabei fand, für ihre Freundinnen die Zukunft aus den Karten zu lesen, stellte ich die Frage: ,, Wer gibt dir die Kraft, Voraussagen zu machen?“ Das ist der springende Punkt. Denn ohne es zu merken, begeben sich viele Personen in grosse Gefahr. Das Kartenlesen kann der erste Ring einer Kette sein, deren Ende vom Teufel gehalten wird.» 

Welche Personen sind den Gefahren am meisten ausgesetzt?

«Die Jugendlichen, die sogenannte «Erfahrungen» machen wollen. Früher benützte man dafür ein anderes Wort: «Sünde». Diese Jugendlichen gehen nach Afrika oder nach Indien zu den Gurus, die an die Reinkarnation glauben. Doch entweder glaubt man an die Auferstehung oder an die Wiedergeburt. Auch Diskotheken, wo man über die satanische Rockmusik unterschwellige Botschaften verbreitet, dienen der Beeinflussung wenig standhafter Geister.»

Ist es notwendig, dass ein Priester eine Person, die sich für besessen hält, empfängt und anhört?

«Es ist entscheidend, dass ein Priester einer Person, die sich an ihn wendet, Glauben schenkt und sie so ernstnimmt wie jemandem, der Glaubenszweifel hat. Ein solcher Mensch bedarf eines freundlichen Empfanges, denn wenn er merkt, dass er nicht ernst genommen wird, zieht er sich schnell zurück und bricht den Dialog ab. In diesem Fall begeht der Priester eine Unterlassungssünde, weil er an Liebe mangelt und der Person den Weg zur Gnade versperrt. Er muss dem Betreffenden auch sagen, dass die Heilung eine Bekehrung und den häufigen Sakramentenempfang voraussetzt. Wir Exorzisten können keinem helfen, der sich nicht selbst hilft.»

Was geschieht, wenn ein Priester Exorzismen ohne die Erlaubnis seines Diözesanbischofs spricht?

«Juristisch vollzieht er einen verbotenen Akt, weil er sich etwas anmasst, das die Erlaubnis seines Bischofs erfordert. Erst mit dessen Einverständnis ist die Durchführung eines Exorzismus rechtmässig. Ein Priester, der einen unerlaubten Exorzismus durchführt, setzt sich dem Zorn und der Rache Satans aus, weil er nicht den Schutz der Kirche besitzt.»

Glauben die Bischöfe an die Besessenheit und an die Wichtigkeit des Exorzismus?

«Seit etwa 200 Jahren sind die Exorzismen auf ein absolutes Minimum reduziert. Leider besitzen wir Bischöfe und Priester, welche die Traktate über die Dämonologie nicht studiert haben und sich folglich in der Materie nicht auskennen. Viele von ihnen sind nie mit Besessenen oder mit Exorzismen in Kontakt gekommen. Ausserdem sind sie von Theorien gewisser Bibelforscher und Theologen beeinflusst, die sogar die im Evangelium berichteten Teufelsaustreibungen Christi bezweifeln. Sie glauben zwar theoretisch an den Teufel, verneinen aber seine praktische Wirksamkeit.»

Doch der Papst ist nicht gegen die Exorzismen eingestellt. Stimmt es, dass Johannes Paul II. selbst Exorzismen vorgenommen hat?

«Ich weiss mit Sicherheit, dass der Heilige Vater im Jahre 1984 zwei Exorzismen durchführte (später sollen andere gefolgt sein. Schon als Kardinal von Krakau hat der jetzige Papst exorziert). Dagegen haben unsere Bischöfe nie Exorzismen durchgeführt. Beim Exorzismus gilt aber nichts anderes als bei so vielen Dingen im Leben: wenn einer etwas nicht selber gemacht und gesehen hat, dann glaubt er nicht.»

Besteht die Gefahr einer Exorzismus-Hysterie?

«Wie bei so vielen Dingen besteht die Gefahr von Hysterie auch beim Exorzismus. Aber das ist kein Grund, den Exorzismus zu tabuisieren. Den Leuten zu sagen, dass sie rechtzeitig zur Krebs-Vorsorge gehen sollen, kann vereinzelt Panik auslösen. Dennoch glaube ich, dass der grössere Fehler darin besteht, die Leute unwissend zu halten. Ich bin überzeugt, dass uns die Angst vor der Angst nicht davon dispensiert, die Wahrheit zu sagen.»

Welche Rolle spielt Maria im Kontext der Besessenheit?

«Maria ist die universale Gnadenmittlerin. Sie übt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Teufel aus. Die erste Nachricht über Maria finden wir im Protoevangelium: «Feindschaft setze ich zwischen dich und der Frau…» (Gen 3,15). Wenn wir Maria anrufen, dann ärgern wir die Schlange mehr als durch die Anrufung Christi. Denn der Teufel wird mehr gedemütigt, wenn er durch ein Geschöpf als durch den Schöpfer besiegt wird.»  

Herr Pater, wir danken Ihnen für Ihre Worte.  

 

Don Gabriele Amorth

Ursachen für Besessenheit

Es gibt vier Ursachen für teuflische Besessenheit oder Heimsuchungen teuflischen Ursprungs. Zwei Ursachen sind unverschuldet – für sie ist der Betroffene nicht verantwortlich. Die anderen beiden sind schuldhaft – für sie ist die menschliche Verantwortlichkeit ganz offensichtlich.

Es kann sich einfach um eine göttliche Zulassung handeln, so wie Gott auch eine Krankheit zulassen kann. Der Zweck ist, der Person eine Gelegenheit der Reinigung zu geben und die Möglichkeit, Verdienste zu erwerben. Ich könnte eine lange Liste von Heiligen und Seligen aufzählen, die zeitweise teuflisch besessen waren (die hl. Gemma Galgani, die sel. Angela von Foloigno, der sel. Don Calabria…) Es kann sich freilich auch einfach um teuflische Heimsuchungen handeln, wie Schläge, Stürze und Ähnliches. Davon gibt es bekannte Beispiele aus dem Leben des hl. Pfarrers von Ars und Pater Pios.

Die Ursache kann auch in einer Verwünschung liegen, die ein anderer über jemanden ausgesprochen hat: Das betroffene Opfer hat da keine Schuld, sondern Schuld hat derjenige, der sie hervorruft. Auch der unschuldigste Mensch (z.B. ein noch im Mutterschoß befindliches Kleinkind) kann Opfer einer Verwünschung sein, die das Ziel hat, jemandem durch den Teufel Böses anzutun.

Das kann auf vielerlei Weise geschehen: durch eine Behexung, dadurch dass man etwas auf den Körper legt, durch Verfluchung, durch den Bösen Blick, durch Macumba-Zauber usw. Hier kommt man in den umfangreichen Bereich der Magie und Hexerei, der uns allzu weit außerhalb unseres Themas bringen würde.

Ich beschränke mich darauf zu sagen, dass Gott den Menschen frei erschaffen hat und auch frei, dem Anderen Böses anzutun. Wie man einen Killer anheuern kann, einen Anderen umzubringen, so kann man auch einen mit dem Teufel Verbundenen anheuern, eine teuflische Verwünschung gegen einen Anderen auszusprechen.

Der Umgang mit gefährlichen Personen und das Aufsuchen solcher Orte.

Wer sich an Zauberer, Kartenleger, Hexer wendet, wer spiritistische Sitzungen und satanische Sekten aufsucht, wer Okkultismus, Totenbeschwörung (auch in Form automatischen Schreibens, die heute sehr verbreitet ist) betreibt. Alle diese Leute setzen sich der Gefahr aus (auch wenn sie in den meisten Fällen keine Folgen feststellen können), teuflische Einflüsse oder sogar eine Besessenheit zu erleiden. In diesen Fällen ist die Verantwortlichkeit der Betreffenden ganz offensichtlich. Manchmal wir das in der leichtsinnigsten Absicht in Kauf genommen:

zum Beispiel im Fall eines Blutspaktes mit Satan.

Auch die vierte Ursache macht den Handelnden voll dafür verantwortlich:

Man kann in teuflische Heimsuchungen verfallen, weil man beständig in schwerer und vielfacher Sünde lebt. Ich glaube, dass dies der Fall des Judas im Evangelium ist, über den uns schließlich gesagt wird: „Satan ging in ihn ein.“ Mir sind Fälle von Jugendlichen vorgekommen, die Drogen nahmen und sich gemeinschaftlich schwerer Verbrechen und sexueller Perversionen schuldig machten: schwere und andauernde Sünden, die sie zu Sklaven des Dämons machten. Ich habe auch große Schwierigkeiten festgestellt, Frauen zu befreien, die neben anderen Gründen, die die Besessenheit hervorgerufen hatten, abgetrieben hatten.

Zitat aus Gabriele Amorth: Exorzisten und Psychiater, S. 118f, Christiana Verlag

Exorzismus oder Unterscheidungsgabe

Don Gabriele Amorth, bekannter Exorzist des Vatikans, hat anlässlich einer Konferenz über eine wichtige Angelegenheit im Leben der Christen gesprochen, vor allem diese Zeit betreffend, in der sich offensichtlich Licht und Dunkel entgegenstellen. Das behandelte Thema “Exorzismus und Unterscheidungsgabe” kann in drei Punkte zusammengefasst werden.

1. Das Dasein des Teufels. Vor allem muss man das Problem der Existenz des Teufelsbetrachten, welche von einer großen Zahl Theologen, rationaler Ausrichtung in Frage gestellt wird, die Satan nur als Mythos oder Symbol des Bösen im allgemeinen ansehen möchten. Diese Gelehrten erinnern wir an die Lehre des Katechismus der katholischen Kirche: “Wenn man beim ‘Vaterunser’ zum Schluss betet ‘erlöse uns von dem Bösen’, unter  Bösen’ versteht man die Person des Bösen, nicht das Böse im allgemeinen (KKK Nr. 2851).

Papst Paul V. sagte in Bezug auf den Teufel: Satan ist ein perverser, verdorbener Agent…er ist nicht nur ein Teufel, sondern eine Furcht erregende Mehrzahl. Daher ist Satan Person, im Gegenteil, eine Mehrheit von Personen; er umfasst alle jene Engel, die, nachdem sie sich weigerten Gott zu gehorchen, zu Teufeln geworden sind, d.h. zu Rebellen und Verfluchte. Zur Untermauerung dieser Lehre der Kirche wäre es angebracht, jene Absätze der Bibel herauszusuchen, aus denen das Dasein Satans hervorgeht und sich deutlich offenbart; ferner kann man verstehen, spricht man vom Teufel, bedeutet das indirekt von Christus zu sprechen, denn die Bibel behauptet, dass Jesus der Retter ist, denn er ist gekommen, uns von der Macht des Bösen zu befreien. “Satan ist frei, intelligent und mit dem Geist der Initiative ausgestattet.”

 

2. Das Wirkungsfeld Satans. Seine hauptsächlichste Aktivität, die wir als gewöhnlich bezeichnen können, besteht darin, den Menschen zum Bösen zu verführen, mit der Absicht, ihn von Gott zu entfernen. Deshalb genügt es nicht nur “an Gott zu glauben” – wie es in der Tat 90% der Italiener tun – sondern es ist notwendig, den Willen Gottes zu tun. “Während meiner 45.000 Exorzismen – erzählt ironisch Don Amorth – habe ich nie einen Teufel begegnet, der nicht an Gott glaubt. Glauben nützt nichts; vielmehr muss man das tun, was uns Jesus gesagt hat” (vgl. Jak 2,14-20; Mt 7,21). Dieser Aktion der Versuchung sind wir alle unterworfen, das ganze Leben lang, wie auch Jesus und Maria nicht ausgenommen waren; deswegen ist es nötig, wachsam zu sein, den Gelegenheiten zur Sünde auszuweichen, und, vor allem zu beten, denn alleine verlieren wir den Kampf gegen Satan, während wir ihn gemeinsam mit Christus durch das Gebet gewinnen.

Es gibt da auch eine außergewöhnliche Tätigkeit des Teufels, die darin besteht, dass er besondere, außerordentliche Störmanöver unternimmt; das passiert manchmal unserer Schuld wegen, manchmal auch aus Schuld anderer. Wir können diese in 4 Kategorien einteilen, auch wenn es unter den Exorzisten keine gemeinsame Sprache herrscht, um teuflische Phänomene zu beschreiben.

* Besitzergreifung: Der Teufel kommt in den menschlichen Körper und äußert sich mit Gesten und Worten. In diesem Fall sei klar gesagt, dass Satan nicht der Seele Besitz ergreifen kann.

* Schikanen: Der Teufel fügt einer Person Leiden und Flüche zu und wirkt auf die Gesundheit, Zärtlichkeit und Arbeit ein. Ein solcher Fall ist nicht leicht zu erkennen, denn diese Übel kommen von Satan auf indirekter Weise, nicht offensichtlich, so dass man glaube, sie haben natürlichen Ursprung. Deswegen wenden sich die betroffenen Personen, die oftmals nicht von Priestern und Bischöfen verstanden werden, die ihrerseits recht wenig von diesen Dingen wissen, an Zauberer, um bei ihnen Hilfe zu erfahren; die Probleme werden nur noch größer, denn alle Zauberei bezieht ihre Kraft vom Reich der Finsternis. Es ist eine banale Täuschung, zu glauben, dass die weiße Magie, jene, die theoretisch “für das Gute” gemacht ist, die Kraft des Bösen verwenden kann, um Wohlbefinden zu schaffen und das Böse auslösche. Die Magie ist und bleibt schwarz, immer nur schwarz, auch wenn sie als “gut” vorgestellt wird.

* Besessenheit: Es handelt sich um dem Menschen zugefügte Störungen, die seine innere Ausgeglichenheit angreifen, sein psycho-gefühlsmäßiges Gleichgewicht. Satan greift an und verursacht Verwirrung, Kummer und innere Qualen.

* Verseuchung: Darunter versteht man jene Bösartigkeiten, die Sachen und Tiere treffen. Der Katechismus der katholischen Kirche erklärt, dass man auch Exorzismen über Dinge (KKK Nr. 1673) ausführen kann, und in der Tat kommt es vor, dass man Häuser und Orte exorzieren muss. All diese besonderen Bösartigkeiten, die jedoch keine Macht über die Seele besitzen, empfängt man aus vier Gründen:

a) Aus freier Initiative des Teufels. Infolge der den Geschöpfen geschenkten Freiheit, lässt Gott zu, dass Satan das Böse wirkt, auch wenn das Böse nicht Wille Gottes ist. Das entspricht nicht so sehr einem Zulassen Gottes dem Bösen gegenüber, als vielmehr ein nicht-sofortiges-Eintreten Seinerseits. Die Gründe eines solchen, göttlichen Willens entziehen sich unserem Wissen; wir wissen jedoch, dass Gott die Macht hat das Böse in Gutes umzuwandeln. Viele Heilige waren von Besitzergreifung, Schikanen und Besessenheit betroffen, und haben sich durch diese Prüfungen hindurch geheiligt: Pater Pio, der Kurat von Ars, die hl. Gemma… Vergessen wir daher nicht den Wert des Kreuzes. Die satanischen Übel, Gott als Opfer dargebracht, haben eine unglaubliche Auferstehungskraft.

b) Infolge Besuches gefährlicher Orte: Zauberer, Kartenleser, satanische Gruppen, spiritistische Sitzungen.

c) Verharren in schwerer Sünde. Mit der Zeit “verhärtet” man sich in der Sünde und das Böse schlägt in uns tiefe Wurzeln.

d) Verfluchungen: Ist die meiste Ursache und betrifft 90% der Fälle und hängt nicht von dem ab, den die Flüche treffen. “Verfluchung” bedeutet ein begangenes Übel mit Hilfe des Teufels. Wer kann solches ausführen? Nicht alle, sondern nur die Zauberer, die tatsächlich mit dem Teufel in Verbindung sind. Es gibt mehrere Formen von Verfluchungen: Verwünschung, Fessel, ‘böser Blick’… Schuld an solchen Übeln sind die Auftraggeber und Ausführenden.

 

3. Die von Christus der Kirche verliehene Autorität, um Satan auszutreiben. Jesus hat diese Macht zuvor den Zwölf, dann 72 Jüngern verliehen; schließlich hat er diese auf alle Gläubigen ausgedehnt: …werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben (vgl. Mk 16,17). Heute aber kann der Exorzismus nur von einem durch seinen Bischof autorisierten Priester und nach Genehmigung des Ortsbischofs, ausgeführt werden. Jedenfalls kann jeder Gläubige Befreiungsgebete sprechen, für sich und für andere, ohne Erlaubnis des Bischofs, der nur die öffentliche Form verbieten kann, oder den Ort, wo diese Gebete gesprochen werden. Der Zweck dieser Gebete kommt jenem des Exorzismus gleich, d.h. Satan zu vertreiben; während jedoch der Exorzismus das offizielle und öffentliche Gebet im Namen der Kirche ist – und deshalb an sich wirksamer – bleibt das Befreiungsgebet immer ein privates Gebet, das jedenfalls in einigen Fällen große Wirksamkeit hat.

In der Tat, zur Zeit der hl. Katharina ist vorgekommen, dass ihr die schwierigsten Fälle von Besessenheit überlassen wurden; Katharina, die kein Priester war, sondern Heilige, hat die Befreiung erwirkt. So auch der hl. Franziskus, hl. Leopold Mandic und viele andere Heiligen, obwohl keine Exorzisten, haben viele Besessene befreit. Im allgemeinen hängt die Kraft der Teufelsaustreibung vom Glauben und Gebet ab.

 

“Ich schätze, dass 99% der Bischöfe nicht mehr an das außerordentliche Wirken des Teufels glaubt”. So antwortet Don Amorth einem Journalisten über den Satanismus:

F. Und die Kirche, was unternimmt sie gegenüber der Verbreitung dieses Phänomens (Satanismus)?

A. Sie ist total abwesend! Seit dreihundert Jahren hat man aufgehört, Exorzismen in der lateinischen Kirche durchzuführen (nicht so in der orthodoxen Kirche und Kirchen bestimmter, protestantischer Bekenntnisse). Und da Priester und Bischöfe, die nie Exorzismen gesehen haben, nicht darüber sprechen, die im katholischen Glauben persönliche Anwesenheit des Teufels, wie sie in Seminaren gelehrt wird, entfernt haben, glauben selbst nicht mehr daran. Ich glaube, dass 99% der Bischöfe nicht mehr an das außerordentliche Wirken des Teufels glaubt.

Es genügt das neue Exorzismus-Ritual, das vom hl. Stuhl vorbereitet wurde, zu betrachten: Es ist von absolut unkompetenten Personen ausgearbeitet worden, die obendrein von Exorzismen Angst haben. “Wenn keine Sicherheit über die Anwesenheit Satans besteht, führe man keine Exorzismen durch”, sagt das neue Ritual. Das ist aber absurd: Satan versteckt sich, verkleidet sich auf alle mögliche Art. Das alte römische Ritual lehrte Vorsicht, damit man nicht psychische Krankheiten mit teuflischer Verseuchung verwechselt, aber lehrte auch die Tricks, die der Teufel anwendet, um seine Anwesenheit zu tarnen.

Ich sage auch noch: Das neue Ritual verbietet den Exorzismus im Fall von Teufelsbefall: die Fälle des Befalls betreffen jedoch mehr als 90% aller Fälle teuflische Verseuchung. Nach dem neuen Ritual also dürfte man nie einen Exorzismus durchführen! Diese liturgischen Neuregelungen sind unglaublich, die von der Voraussetzung ausgehen, dass die Kirche sich für viele Jahrhunderte getäuscht hat. Ja, Satan ist überall. Und er kann ungehindert arbeiten, denn die ihn am wenigsten hindern, sind gerade die Priester!

http://www.webexpo.it/medjugorje/echo/ted154.html

 

 

Artikel über P. Gabriele Amorth, betreffend des Wirken des Teufel in der Welt. 

Der Chef-Exorzist des Papstes
Unerklärlich: Er wirkt im Verborgenen, seine Fälle stecken voller Rätsel. Pater Gabriel Amorth (81) will schon mehreren Tausend Menschen den Teufel ausgetrieben haben.

Quelle: Artikel vom 16. September 2004 im Hamburger Abendblatt, Aus aller Welt.


“Ich hielt Exorzismus für Hokuspokus”, berichtet der Psychiater Dr. Vincenzo M., der in einem Fall mit Don Amorth 1993 zusammenarbeitete. “Ich glaubte weder an den Satan noch an Gott, aber ich akzeptierte. Die Patientin war eine junge Frau, sie kam in mein Behandlungszimmer, und ich schwöre, die nächste halbe Stunde war die schlimmste meines Lebens. Ich spürte sofort, dass etwas ganz Seltsames geschah, denn ich hatte vor einem Patienten panische Angst. Ich wollte nur, dass sie wieder geht, ich wollte, dass sie so schnell wie möglich mein Zimmer verlässt. Ich schrieb das Rezept auf und hoffte, dass sie gehen würde.”

Was dann geschah, wiederholte der Arzt vor einer Untersuchungskommission unter Eid: “Ihre Arme verlängerten sich, von ihrem Stuhl aus wuchs ein Arm blitzschnell um etwa zwei Meter, ihre Hand war eine Kralle, sie zerfetzte meinen Rezeptblock, und die junge, attraktive Frau sagte mit der tiefen Stimme eines alten Mannes: ,Solchen Unsinn brauche ich nicht.’ Dann schrumpfte der Arm wieder, ich rannte in Panik aus dem Raum.”

Einen weiteren Fall von Don Amorth nahm die Polizeikommandantur der Toskana auf. Der 26 Jahre alte Automechaniker A. G. arbeitete in seiner Werkstatt, als er hörte, wie sich etwas Schweres über den Boden schleppte. Er sah in den vorderen Raum und erkannte den schweren Werkzeugschrank, der sich in seine Richtung über den Boden schob. Augenzeugen sahen von außen zu. Sie sahen auch, wie das Auto, dass der junge Mann reparieren wollte, sich plötzlich von allein um die eigene Achse drehte und sich quer vor den Eingang der Werkstatt stellte, so dass der Mann nicht fliehen konnte. Passanten riefen einen Streifenwagen, die Beamten holten den Mann aus dem Hinterzimmer. Auch die Beamten bestätigten, dass sie gesehen hatten, dass der sehr schwere Schrank sich von allein auf den Mann zuschob.

Die Mehrzahl der Kardinäle im Vatikan hält solche Fälle für blanken Unsinn und Exorzismus für einen Ritus des Mittelalters. Seit dem Jahr 1999 ist Exorzismus in der katholischen Kirche nur in extremen Einzelfällen möglich, ansonsten aber verboten. Theologisch ist das ein großes Problem, denn der Stifter der Religion, Jesus von Nazareth, vollzog zweifellos Exorzismus.

Die katholische Kirche kann kaum etwas verbieten, was Jesus offensichtlich für richtig hielt. Im Evangelium (Lukas, Kapitel 8, Vers 27-31) heißt es: “Als Jesus an Land ging, lief ihm ein Mann aus der Stadt entgegen, der von Dämonen besessen war. (. . .) Als er Jesus sah, schrie er auf, fiel vor ihm nieder und rief laut: ,Ich bitte dich, quäle mich nicht.’ Jesus hatte dem unreinen Geist befohlen, den Mann zu verlassen. (. . .) Jesus fragte ihn: ,Wie heißt du?’ Er antwortete: ,Legion.’ Denn er war von vielen Dämonen besessen. Und die Dämonen baten Jesus, sie nicht zur Hölle zu schicken.” Die Geschichte endet in der Bibel damit, dass Jesus den Dämonen gestattet, in Schweine zu fahren, die sich in einen See stürzen. Diese Praxis verbietet aber Amorth jungen Exorzisten, denn in einem solchen Fall, einem tödlichen Unfall, müssten die Exorzisten vor Gericht als Zeugen auftreten.

In einem Gutshaus in Umbrien hatte der römische Exorzist, der mittlerweile verstorbene Pater Candido, 1971 in einem Bauernhaus bei einem alten Mann einen Exorzismus vorgenommen und dem Geist befohlen, in das Hausschwein zu fahren. Am Abend fütterte die Bäuerin das Schwein wie immer. Das bisher unauffällige Tier tötete die Frau, und es kam zu einem Prozess in Perugia.

Papst Johannes Paul II. duldet die Arbeit der Exorzisten, mehr aber auch nicht. Das Anliegen der Exorzisten, einen Weltkongress im Vatikan zu organisieren, lehnte er ab. Den Appellen zahlreicher Bischöfe, das Exorzistenzentrum endlich zu schließen, gab er aber auch nicht nach.

“Es gibt den Teufel, er agiert manchmal hier auf dieser Welt”, sagte der Papst zu Don Amorth. Amorth bekommt aber nicht nur von Gläubigen Unterstützung, sondern auch von Atheisten. Das Sprachwissenschaftliche Institut der Universität Rom bestätigte Don Amorth 1998 einen wissenschaftlich unerklärlichen Fall. Eine junge Bäuerin, die schlecht Italienisch sprach, fluchte während eines Exorzismus stundenlang grammatikalisch korrekt in acht Sprachen, darunter die nahezu ausgestorbenen Sprache der Zeit Jesu Christi, die nur ein paar Dutzend Menschen auf dem Globus beherrschen: Alt-Aramäisch. In dem Gutachten heißt es: Es ist unerklärlich, wie die Frau diese Sprachen erlernen konnte.

 

Die Einleitung zu obigen Artikel

Rom – Der rätselhafteste Ort der katholischen Kirche liegt versteckt inmitten von Supermärkten und Hochhäusern in der Via Alessandro Severo am römischen Stadtrand. Wenn es nach dem Willen der meisten Bischofskonferenzen der Welt, auch der deutschen ginge, dann dürfte es dieses Kloster und einige seiner Bewohner eigentlich gar nicht geben. Denn hier liegt das Hauptquartier einer uralten Einrichtung der Kirche, von der heute aber viele Priester nichts mehr wissen wollen. Hier residiert der Chef der Weltorganisation der Exorzisten der katholischen Kirche, Pater Gabriel Amorth (81).

Es ist ein unheimlicher Ort. Die normale Welt scheint zu verschwinden, sobald man das Kloster betreten hat. Besucher werden von der Klosterpforte durch lange, dunkle, fensterlose Korridore zu einer mit Tüchern verhängten Glastür geführt. Dahinter liegt das Wartezimmer von Don Gabriel Amorth. Eine Wasserflasche steht auf dem Tisch, abgeschabte Stühle stehen an der Wand. Die Wände sind durch zentimeterbreite Risse entstellt, der Raum wirkt, als habe er ein Erdbeben knapp überstanden.

Don Amorth kommt herein, er hat ein düsteres Gesicht, ein Kruzifix in der Hand, über dem Priestergewand trägt er eine lila Stola. Er öffnet die Tür zu dem Raum, in dem er den Exorzismus betreibt. Es ist ein neun Quadratmeter kleines Zimmer, ähnlich einer Kapelle. Überall hängen Heiligenbildchen, an der Wand steht ein Bett, daneben liegen Fesseln in einem Kasten – für das, was Pater Amorth schwere Fälle nennt. Diese Menschen werden an das Bett gefesselt, die leichteren Fälle sitzen in einem Sessel gegenüber. Hier hat er 40 Jahre lang Tausende von Exorzismen vorgenommen, fast nur schwere Fälle. Als Fesseln benutzt Pater Amorth, was er im Kloster finden kann – meist alte Leinen, die einmal dazu dienten, Rollläden hochzuziehen.

Die Exorzistenorganisation beschäftigt sich nicht einfach mit unerklärlichen, übernatürlichen Phänomenen, sondern ganz präzise mit dem Eingriff Satans in diese Welt. Manchmal etwa bitten Ärzte oder Psychiater Exorzisten um Hilfe, weil sie befürchten, mit Patienten zu tun zu haben, die nicht an einer Krankheit leiden, sondern vom Satan besessen sind. Der Umgang ist in solchen Fällen äußerst diskret. Alle Beteiligten versuchen, so wenig wie möglich nach außen dringen zu lassen.

Ein Exorzismus ist erst dann erlaubt, wenn medizinisch keine Einwände bestehen, dass es sich um einen Patienten handelt, der unter völlig unerklärlichen Phänomen leidet. Die in der römischen Ärztekammer organisierten Psychiater erstellen die Gutachten vor Exorzismen, bis auf einige wenige: Sie weigern sich, weil sie Angst haben. Angst vor dem Teufel.

http://www.abendblatt.de/daten/2004/09/16/341570.html

 

Interview FACTS mit Pater Gabriele Amorth:

«Der Teufel ist wortkarg»

Hardrocker Marilyn Manson ist besessen, Harry Potter verführt zur Magie, und Satan weiss, ob Inter Mailand gewinnt: 

Der Teufelsaustreiber Gabriele Amorth über seine Arbeit.

Interview: Doris Ladstaetter

FACTS: Pater Gabriele, wie wird man Exorzist?
Gabriele Amorth: Man muss Geistlicher sein und die Erlaubnis des Bischofs haben. Exorzismus ist ein Sakrament. Jesus hat uns Priestern drei Aufgaben gegeben: Predigen, Dämonen verscheuchen und Kranke heilen. Beschränkten wir uns aufs Predigen, vernachlässigten wir unsere Pflicht.

FACTS: Es gibt keine Ausbildung?
Amorth: Nein. Deshalb habe ich 1992 die internationale Vereinigung der Exorzisten gegründet. Auf den Treffen können wir uns gegenseitig etwas beibringen. Anfangs waren wir zwölf, heute sind wir Hunderte.

FACTS: Warum operieren in Italien über 300 Exorzisten – und in der Schweiz traut sich niemand, darüber zu sprechen?
Amorth: Nach den Hexenverfol-gungen wagte drei Jahrhunderte lang niemand mehr, Exorzismus zu praktizieren. Deutschsprachige Theologen fingen sogar an, die Exorzismen von Jesus Christus zu leugnen. Das hat die Bischöfe und Geistlichen zusätzlich entmutigt. In Italien hingegen hat 1972 die Rede von Papst Paul VI. das Eis gebrochen. Ausserdem haben meine Bücher, Interviews und Fernsehauftritte viel bewegt.

FACTS: Sie haben keine psychiatrische Ausbildung. Wie können Sie unterscheiden, ob jemand vom Teufel besessen oder psychisch krank ist?
Amorth: Ich studiere die Person, suche nach verdächtigen Anzeichen, frage nach der Ursache der Beschwerden. Erzählt jemand, die Symptome seien nach einer spiritistischen Sitzung aufgetreten, nach dem Besuch bei einer satanistischen Sekte, bei einem Magier oder Kartenleser, werde ich hellhörig. Auf Besessenheit deutet auch, wenn jemand auf heilige Symbole allergisch reagiert, wenn er nicht mehr zur Messe kann, ohne in Ohnmacht zu fallen, wenn er sich wütend auf dem Boden wälzt, sobald er gesegnet wird.

FACTS: Dann ist er ein neuer Patient für Sie?
Amorth: Ob der Mensch tatsächlich besessen ist, finde ich erst während des Exorzismus heraus. Ein Besessener hat eine doppelte Persönlichkeit. Die des Individuums schläft während des Exorzismus. Deshalb kann sich ein Patient im Nachhinein an nichts erinnern. Mit Gebeten locke ich den Dämon aus dem Patienten, der sich dessen Stimme und Körper bedient. Dann spreche ich mit ihm.

FACTS: Worüber?
Amorth: Ich frage nach seinem Namen, nach dem Wann und wie er in den Menschen geschlüpft ist und wann er wieder gehen will. Hat er das Opfer auf Grund einer Verfluchung heimgesucht? Alle diese Fragen nutzen der Befreiung. Ich stelle sie nicht aus Neugier. Das ist verboten.

FACTS: Wie lautet eine verbotene Frage?
Amorth: Ob Inter Mailand oder Milan gewinnt.

FACTS: Wüsste der Teufel die Antwort?
Amorth: Ja. Aber der Teufel lügt. Und er ist wortkarg, weil er sich verstecken will. Er ist glücklich über alle, die nicht an seine Existenz glauben, ihn lächerlich machen und ihn mit Schwanz, Hörnern und Fledermausflügeln abbilden.

FACTS: Und wie sieht er wirklich aus?
Amorth: Der Teufel ist nur ein Geist. Er ist ein Engel, der sich gegen Gott aufgelehnt hat.

FACTS: Haben Sie Angst vor dem Teufel?
Amorth: Niemals. Er hat Angst vor uns.

FACTS: Bedroht er Sie?
Amorth: Er sagt mir höchstens mal: «Heute werfe ich dich aus dem Bett» oder «Heute komme ich mit einer Schlange in dein Bett».

FACTS: Drohen Sie ihm auch?
Amorth: Ich bete. Der Exorzismus ist ein Gebet. Dazu spricht man die Befehle «In meinem Namen, vertreibt die Dämonen!», oder auch «Im Namen Gottes, Satan weiche!». Und es werden Psalme rezitiert.

FACTS: 1999 hat der Vatikan ein neues Ritual für Teufelsaustreibungen abgesegnet. Es empfiehlt unter anderem, einen Psychiater hinzuzuziehen.
Amorth: Das alte Ritual stammte aus dem Jahr 1614. Ich praktiziere es weiter mit den alten Gebeten. Das kann man mit Erlaubnis des Bischofs. Leider sind in den neuen Kodex die Vorstellungen von deutschen und Schweizer Bischöfen eingeflossen. So ist es jetzt verboten, im Fall einer Verfluchung zu exorzieren. Das sind aber die häufigsten Fälle. Ausserdem sind Austreibungen nur erlaubt, wenn die Präsenz des Dämons sicher ist. Es ist aber unmöglich, das vorher zu wissen. Unsere Arbeit wird mit diesem Kodex fast verhindert.

FACTS: Gibt es heute noch viele Besessene?
Amorth: Die Verführungen sind gross, denn der Glaube ist nicht mehr stark vertreten. In Italien gehen nur 10 Prozent der Bevölkerung in die Kirche. Die restlichen 90 Prozent sind gefährdet, irgendwelchen Magiern, Kartenlesern oder dem Satanisten-Boom zu verfallen. 37 Prozent der italienischen Jugendlichen nehmen an spiritistischen Sitzungen teil, an denen sie mit Toten zu kommunizieren versuchen. Viele hören satanischen Rock von Marilyn Manson. Das sind gefährliche Momente, in denen der Dämon Besitz vom Menschen ergreifen kann.

FACTS: Ist der Rocker Marilyn Manson vom Teufel besessen?
Amorth: Aber sicher! Und wie!

FACTS: Haben Sie ihn getroffen?
Amorth: Nein, aber ich habe seine Texte gelesen. Sie sind voller sublimer Nachrichten, wenn man sie rückwärts liest. Sie verherrlichen Satan, «Du bist mein Gott», heisst es da. Sie verherrlichen den Selbstmord und plädieren für eine Welt ohne Moral.

FACTS: Wer verführt uns noch?
Amorth: Harry Potter. Er verführt zur Magie.

FACTS: Waren Hitler und Stalin auch vom Teufel besessen?
Amorth: Sicher waren sie das. Der ganze Nationalsozialismus stand unter dem Einfluss des Teufels. Der Dämon hat Hitler suggeriert, was zu tun ist. Auch Marx war vom Teufel besessen.

FACTS: Wie viele Behandlungen hätten Sie da gebraucht, um den Teufel loszuwerden?
Amorth: Viele. Wenn jemand wirklich besessen ist, braucht es Jahre. Manche Patienten benötigten Hunderte von Sitzungen.

FACTS: Ein Vollzeitjob.
Amorth: Früher habe ich täglich 15 Exorzismen gemacht. Auch an Weihnachten und Ostern. Heute sind es weniger. Ich werde alt. Aber insgesamt habe ich wohl so zwischen 50’000 und 60’000 Austreibungen hinter mir.

FACTS: Wollten Sie dieses Leben?
Amorth: Aber nein! Ich hatte 1986 zufällig ein Gespräch mit dem damaligen Kardinal Poletti von Rom. Ich erzählte ihm, dass ich Roms einzigen Exorzisten kannte, der damals sehr krank war. «Sie sind jetzt sein Gehilfe», hat Kardinal Poletti geantwortet. Ich protestierte. Aber es hat nichts genützt.

 

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Von wegen, den gibt es nicht

Interview mit Don Gabriele Amorth 1-2008

In 21 Jahren hat er über 70.000 Exorzismen durchgeführt. Ein Porträt von Don Gabriele Amorth. Von Alexander Smoltczyk  – exklusiv für das VATICAN-magazin

Vatikan  VATICAN-Magazin  http://www.vatican-magazin.com/
Wenn es um den Teufel geht, kennt sich Don Gabriele Amorth bestens aus. In 21 Jahren hat er über siebzigtausend Exorzismen durchgeführt. Da gibt es eine Menge zu berichten. Gegenüber dem VATICAN magazin hat das Italiens führender Dämonenaustreiber ausführlichst getan. –

Don Gabriele Amorth wohnt in einem großen Wohnheim für Geistliche, einem Neubau aus den Siebzigern unterhalb der Basilika San Paolo im Ostiense-Viertel. Das Gelände ist der Sitz des Paoliner-Ordens, gegründet, um die frohe Botschaft mit modernster Technik zu verbreiten “Sie haben mich eine Stunde gekostet”, ist sein erster Satz. Der 82-jährige Priester trägt eine Soutane mit den 33 Knöpfen. Sein Schädel ist nahezu kahl, bis auf einige weiße Stoppel. Er trägt eine Bifokalbrille, seine Augen sind graublau und lassen einen nicht los.

Der Raum sieht aus wie eine Teeküche. Er ist zur Hälfte gekachelt, mit Spüle, einem kleinen Altar und in der Mitte einem Tischchen, auf dem, für Seancen, nicht für uns, Plastikbecher und eine Flasche Mineralwasser der Marke “San Benedetto” stehen. An den Wänden hängen Bilder von Padre Pio, Johannes Paul II. und Amorths Lehrer. Das ganze ähnelt dem Behandlungsraum eines Dritte-Welt-Hospizes. Es ist nichts Unheimliches zu bemerken, keine Schwefelbecken, Peitschen, Streckbänke. Amorth ist promovierter Jurist. Er gründete 1990 die “Internationale Gesellschaft der Exorzisten”, deren Ehrenpräsident er bis heute ist. “Wir waren neun Exorzisten hier in Rom. Einer ist krank, einer ist befördert worden und einer umgezogen.” Im Vatikan war Padre Davide tätig. Er hat seine Arbeit aufgeben müssen, aus Altersgründen. “Im Vatikan ist seither kein Exorzist mehr tätig. Dafür gibt es satanische Sekten dort. Auch im Vatikan sind satanische Sekten aktiv. Sie sind überall. Man sieht sie nicht. Aber es gibt sie, ci sono.” Aber woher weiß man das? “Man weiss es. Si sa. Machen Sie weiter.”

Also mache ich weiter. Fragen habe ich genug. Wo die Teufel wirken, will ich wissen. “Der Dämon arbeitet überall. Einmal hat mir die Madonna von Medjugorje gesagt, sobald sich jemand dem Herrn anvertraut, eilt sogleich der Dämon herbei. Der Teufel ist in Fatima, in Lourdes, überall. Und ganz sicherlich ist er im Vatikan, dem Zentrum des Christentums.”

Welche Haltung hat Papst Ratzinger dem Exorzismus gegenüber? “Er ist sehr dafür. Ich habe mehrmals mit ihm gesprochen und er hat mich bei den Audienzen immer sehr ermutigt.” Es gab also keinen Bruch nach Wojtyla?”Nein, nein, nein, keinerlei Bruch. Allerdings glaube ich nicht, dass er jemals einen Exorzismus durchgeführt hat, anders als Wojtyla.”

Geht die Nachfrage nach Teufelsaustreibungen zurück? “Im Gegenteil. Ich bekomme sehr viel mehr Anfragen als früher. Das liegt am Rückgang des Glaubens. Das hat die Zahl der Hexer ansteigen lassen. Der Kartendeuter, die man inzwischen selbst im Fernsehen sieht. Zwölf Millionen Italiener gehen zum Kartendeuter. Nehmen wir an, dass mindestens acht Millionen zu Hexern gehen, dann heißt das, es gibt in Italien zweifellos mehr Kartendeuter und Hexer als Priester. Die haben den Fuß in der Tür, nicht wir Priester. Die Beichtstühle sind verwaist, und selbst in Wallfahrtsorten wie Santa Maria degli Angeli bei Assisi gibt es keinen Exorzisten.”

Kommen Deutsche zu Ihnen? “In Deutschland gibt es keine Exorzisten. Deswegen schreiben mir so viele Priester und erbitten Hilfe. Aber ich gehe nicht auf sie ein, weil ein Exorzismus nicht eine Angelegenheit von einer Visite ist. Es bedarf Jahre.” Was ist der Teufel? Nur eine Metapher? “Das ist zweifelsohne schwer zu erklären. Wie soll ich es jemandem erklären, der kein Christ ist und nichts von der Religion versteht, wie einer japanischen TV-Crew? Zu allen Zeiten hatten alle Kulturen einen Begriff vom Geist des Bösen. Sie versuchten sich mit Opfern dagegen zu wappnen, manchmal sogar mit Menschenopfern. Mit Kindern, vor allem kleinen Mädchen. Durch die Offenbarung Gottes wissen wir etwas über die bösen Geister. Wir wissen, dass die Geister des Bösen tatsächlich existieren und zwar als Dämonen. Es waren Engel, die sich gegen Gott erhoben haben und Dämonen geworden sind. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, den Menschen in die Sünde zu ziehen. Jeder ist ihnen ausgesetzt, Christen wie auch Nichtchristen. Selbst Jesus Christus hat es auf sich genommen, vom Teufel versucht zu werden. Ich werde oft gefragt, ob auch die Madonna von Fatima vom Teufel versucht wurde. Gewiss.”

Selbst Mutter Teresa sei exorziert worden, in ihren letzten Jahren…”Natürlich! Es gibt Heiliggesprochene, die noch auf ihrem Totenbett von Dämonen förmlich überfallen wurden. Ihr Leben lang konnten sie sich zur Wehr setzen, aber am Ende des Lebens nutzt der Dämon die Schwäche aus. Selbst mein Meister, der mich in den Exorzismus eingeführt hat, ist in seinen letzten Lebensmomenten stark von Dämonen heimgesucht worden.” Das heißt, selbst Sie, Don Gabriele… “Natürlich nicht. Aber Kardinal Poletti hat mich, als er mich zum Exorzisten ernannte, der Madonna empfohlen. Der Dämon hat mir oft gesagt, ich sei zu gut beschützt, bei mir sei nichts zu machen. Nichts Außergewöhnliches. Denn die alltäglichen Versuchungen gibt es natürlich weiterhin.”

Das Böse ist laut katholischer Lehrmeinung der Preis, der für die Freiheit des Menschen zu zahlen ist. Ohne Freiheit gibt es kein Böses… “Ein Geschenk Gottes, gewiss. Sie macht unsere Größe aus. Auch die Engel sind frei geschaffen worden. Natürlich kann die Freiheit gut oder böse verwendet werden. Zum Beispiel sagte mir der Dämon einmal, in der Hölle wimmele es von Frauen, die auf Erden als sehr schön bewundert wurden. Auch Schönheit ist ein Gottesgeschenk und kann zum Guten wie zum Schlechten verwendet werden. Die heilige Chiara von Assisi war eine sehr schöne Frau. Gott schickt niemanden in die Hölle. Es ist allein die Schuld des jeweiligen Menschen, wenn er sich gegen Gott auflehnt oder in Sünde lebt. Er geht auf seien eigenen Beinen in die Hölle.”

Aber wie kann man von Besessenheit sprechen, wenn der Mensch frei ist? “Der Teufel hat die außergewöhnliche Fähigkeit, in manchen Fällen einen Körper zu besetzen. Den Körper, nicht die Seele. Es gibt Menschen, die verschreiben sich Satan, es ist ihr freier Wille.”

Wenn ich einen freien Willen habe, ist es nicht möglich, dass der Dämon mich gegen meinen Willen ergreift? “Doch, es ist möglich. Wenn Sie sich willentlich dem Okkultismus verschreiben. Bei Magiern, Satanisten und so weiter. Dann öffnen Sie sich bereitwillig dem Dämon. Außerdem ist es möglich, dass jemand dich ohne dein Wissen verfluchen lässt. Vielleicht, weil er neidisch ist auf deinen Posten oder deinen Arbeitsplatz ruinieren möchte. Wenn er sich an einen Hexer wendet, der mit Satan im Bunde ist, dann kann er dich verfluchen. Sie werden krank, beispielsweise, und können nicht mehr arbeiten. Wenn sie dagegen in Einklang mit Gott leben, ist es sehr viel schwieriger, sie zu verfluchen. Es gibt auch Magier, die keine Verwünschungen gegen etwas aussprechen, sondern etwas herbeihexen. Man nennt das weiße Magie. Viele Hexer praktizieren keine schwarze Magie, weil sie Angst vor dem Bumerang-Effekt haben. Dass der Fluch nicht ankommt, sondern sich gegen sie selbst wendet. Das ist möglich.” Es gibt also keinen vollkommenen Schutz gegen Verfluchungen? “Nein. Es gibt keinen perfekten Schutz. Zum Beispiel die heilige Mirjam, eine Karmeliterin, die einzige Araberin unter den Heiligen. Sie war zwei Mal während ihres Lebens besessen vom Dämon. Und brauchte Exorzisten. Es war gewiss nicht ihre Wahl.”

Selbst der Heilige Vater könnte besessen werden? “Theoretisch Ja. Allerdings verfügt der Heilige Vater über einen Trupp von Schutzengeln. Wenn ein Papst natürlich in Todsünde lebt… Aber diesen Fall hat es in der Geschichte nie gegeben. Selbst Alexander VI., der als schlechtester aller Päpste angesehen wird, war der Jungfrau sehr ergeben und hat die meisten seiner Irrtümer vor seiner Ernennung zum Papst begangen. Als Papst hat er keine Dokumente verfasst, die der Lehre zuwiderlaufen. Als Papst war er großenteils korrekt. Aber in Theorie ist das möglich. Wenn Heilige besessen sein können, dann auch der Heilige Vater.” Wie kann der Teufel jemanden daran hindern, eine Kirche zu betreten? “Die Besessenen sind physisch dazu nicht in der Lage. Der Dämon besetzt den Körper, auch die Stimme, die Intelligenz, auch die Freiheit. Aber nur physisch, nicht spirituell. Er kann die Seele nicht besetzen.”

Aber der Dämon riecht nicht nach Schwefel? “Im Allgemeinen riecht man nichts. Aber manchmal spucken oder speien sie. Auch Dinge. Ich habe hier mehr als zwei Kilo Metallteile, die Menschen ausgespieen haben. So lange Nägel” – Amorth zeigt eine Fingerlänge -, “Rasierklingen. Diese Dinge materialisieren sich in dem Moment, wo sie aus dem Mund herauskommen. Selbst mit Röntgenstrahlen hätte man sie vorher nicht sehen können.” Haben Sie das mit eigenen Augen gesehen? “Ja. Zum Beispiel einer, der auch ganz befreit werden konnte, ein großer junger Mann. Er kam gestern vorbei und ich sagte ihm, mit den ganzen Nägeln, die du ausgespuckt hast, könnten wir einen schönen Eisenwarenladen aufmachen.”

Quelle: http://kath-zdw.ch/maria/besessenheit.html

 

Besessenheit

Besessenheit umschreibt eine Konstante, das heißt, Besessene Menschen werden von erdgebundenen Seelen und / oder Gedankenmustern ständig und sprichwörtlich belagert.

Gläser rücken, Tische rücken, unsachgemäße Jenseitskontakte, diverse Experimente z.B.  über das automatische Schreiben, dem Ouijabrettchen  oder auch bewusste Kontaktaufnahme zu dämonischen Wesen, möglichst noch aus fremden Kulturen, sind Einladungen für dunkle Energien. Auch diverse Urlaubsmitbringsel in Form von Masken,  Kultgegenständen usw. anderer Kulturen, sind beliebte Einstiegshilfen für Energien die eine Besessenheit fördern.
In Zeiten von wirtschaftlichen Unsicherheiten, haben auch immer schwarzmagische Praktiken Hochkonjunktur, die gleichfalls Besessenheiten auslösen können.

Was leider auch immer mehr um sich greift sind bewußt böswillige Attacken, in Gedanken, Taten und Worten von Mitmenschen, die in der Regel auf ein gekränktes Ego und / oder auf einen gewissen Machtanspruch zurück zuführen sind. Diese Menschen praktizieren pure schwarze Magie, die sich früher oder später gegen sie selbst richten wird.

In den letzten Jahren treten verstärkt bei Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen zudem noch starke Charakterveränderungen auf, die ihren Ursprung in diversen Gewalt verherrlichenden Filmen und Computerspielen haben.

Quelle: http://www.clearing-institut.de/besessenheit.html

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Besessenheit

Zustand eines Menschen, in dessen Körper ein Dämon, ein Geist oder ein anderes übernatürliches Wesen eingedrungen ist. Die Vorstellung von der Besessenheit, die sich durch allerlei Arten unnormalen Verhaltens zeigte, ist sehr alt und tritt in dieser oder jener Form faktisch in allen Kulturen und Religionen auf. Dem Neuen Testament zufolge vertrieb Christus selbst irgendwelche Teufel, und die kirchliche Obrigkeit war nur allzu gern bereit, an die Realität solcher Manifestationen zu glauben. Die Dämonologen des nachmittelalterlichen Europa liessen im allgemeinen gelten, dass der Teufel sich des Willens eines Menschen bemächtigen konnte, betonten jedoch nachdrücklich, dass Dämonen eine Person stets nur auf Geheiss einer Hexe in Besitz nahmen.


Die Besessenheit durch den Teufel oder seine Günstlinge war im Europa des Mittelalters ein vieldiskutiertes Thema, und mit der Entwicklung der Hexenmythologie trat als „Beweis” für die von den Hexenriechern beschworene Bedrohung der christlichen Welt auch die Besessenheit in Erscheinung. Man war sich einig darüber, dass sich die bösen Geister durch jede ungeschützte Öffnung Zugang zum menschlichen Körper verschafften und dann möglicherweise jahrelang allen Vertreibungsversuchen widerstehen konnten, wobei sie jene, die sie durch einen Exorzismus oder andere Mittel aus dem Körper des Besessenen zu verjagen suchten, sogar noch verhöhnten. Um einen Menschen mit Dämonen zu „infizieren”, brauchte eine Hexe angeblich nur ihre Hausgeister in irgendwelchen Lebensmitteln, meist in einem Apfel, zu verstecken, die sie ihren Opfern dann anbot.


Die Besessenheit liess sich an vielen unterschiedlichen Symptomen erkennen. An manchen Opfern war eine Veränderung des Gesichts zu bemerken, manche litten unter Schmerzen, Anfällen, Krämpfen, Ohnmachtsanfällen, geistiger Verwirrung oder erbrachen grosse Mengen Nadeln, Stroh, Glas und andere ungewöhnliche Dinge. Manche siechten dahin, andere hatten einen aufgeblähten Leib oder litten unter Lähmungen, Impotenz oder Störungen des Menstruationszyklus. Weitere Anzeichen konnten eine veränderte, ungewöhnlich raue Stimme oder eine blasphemische Ausdrucksweise sein – was besonders auffällig war, wenn es sich bei dem Betroffenen um ein Kind oder ein Mitglied eines religiösen Ordens handelte. Selten geschah es auch, dass sich das Opfer plötzlich in mehreren Sprachen verständlich machen konnte und Zugang zu anscheinend geheimen Kenntnissen hatte. Viele Opfer erlitten Anfälle, wenn religiöse Gegenstände in den Raum gebracht wurden, wenn jemand Gebete sprach oder Bibeltexte in lateinischer Sprache las. Die Tatsache, dass die besessene Person mitunter auch Anfälle bekam, wenn nichtreligiöse Texte lateinischer Autoren vorgetragen wurden, führte mehr als einmal zur Entdeckung einer vorgetäuschten Besessenheit.


Mitunter konnte der Betroffene die Hexe ausmachen, die seine Leiden verursacht hatte, und Einzelheiten zu Namen und Wesen der in ihm hausenden Teufel mitteilen. Es gibt Berichte über einige Opfer, die behaupteten, von Dutzenden oder gar Hunderten von Dämonen, darunter auch von so hochrangigen Bösewichtern wie Beelzebub persönlich, besessen zu sein. 1583 soll ein von Jesuiten befragtes Mädchen aus Wien von insgesamt 12 652 Dämonen besessen gewesen sein, die die Grossmutter des Kindes zuvor in Gestalt von Fliegen in Glasbüchsen gehalten habe. Die Grossmutter wurde unter der Folter zu einem Geständnis gezwungen und später bei lebendigem Leibe verbrannt.


Viele Beispiele scheinbarer Besessenheit waren in Wirklichkeit falsch diagnostizierte Fälle von Geisteskrankheiten. Manche Opfer wurden mit Wohlwollen und Mitgefühl behandelt und ermuntert, möglichst viel über ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit den Dämonen zu offenbaren. Mit anderen ging man strenger um und warf ihnen Umgang mit dem Teufel vor, da wahrhaft fromme Menschen gegen eine solche Verletzung ihres Wesens immun seien. Zahllose geistig zerrüttete oder paranoide Männer und Frauen wurden als Hexen verfolgt, weil sie behauptet hatten, mit Dämonen und Geistern in Verbindung zu stehen, oder weil die Arzte keinen erkennbaren medizinischen Grund für deren absonderliches Verhalten finden konnten.


Es waren jedoch keinesfalls alle Opfer dämonischer Besessenheit wahnsinnig. Eine grosse Zahl von Individuen oftmals kleine Kinder oder im Zölibat lebende Mitglieder religiöser Orden lockte die Aussicht, durch solches Verhalten das öffentliche Interesse auf sich zu ziehen, und so gaukelten sie ihren Mitmenschen Besessenheit vor. Vorgetäuschte Anfälle und unzusammenhängendes Geplapper über Dämonen und ähnliches sorgten garantiert in jeder Gemeinschaft für Aufregung; sensationelle Anschuldigungen wegen Hexerei, die sich gegen persönliche Feinde oder Personen richteten, die offensichtlich die Rolle des Sündenbocks spielen sollten oder schon in dem Ruf standen, Hexen zu sein, konnten den Ankläger zu einer nationalen Berühmtheit machen und boten zudem eine gute Möglichkeit, alte Rechnungen zu begleichen. Hatte sich eine Nonne oder ein Kind mit diesem Trick einmal erfolgreich versucht, dann war es unvermeidlich, dass andere, ihnen nahestehende Personen, von der Aufregung überwältigt oder begierig darauf, an der allgemeinen Aufmerksamkeit teilzuhaben, dem Beispiel folgten. Daraus ergaben sich die vielen Fälle grassierender hysterischer Besessenheit in verschiedenen geschlossenen Gemeinschaften. Allerdings war das Risiko hoch, denn der Ankläger konnte ohne weiteres selbst in den Verdacht der Hexerei geraten überführte Hexen wurden oftmals als „vom Teufel besessen” dargestellt. Mitunter jedoch verteidigten sich angebliche Hexen damit, dass sie besessen und daher für ihre Taten nicht verantwortlich seien. Wie zahlreiche Fälle von dämonischer Besessenheit in französischen Klöstern zeigten, war das Motiv oftmals nicht so sehr Berechnung; die Symptome wiesen vielmehr auf einen Zustand hin, den ein Psychiater heute als eine auf sexueller Verdrängung beruhende Hysterie erkennen würde.
Manche Opfer offenbarten in ihren Besessenheitssymptomen Originalität, wenn nicht gar Genialität. Mit blauem Urin oder erbrochenen Nadeln, die die Opfer angeblich von sich gegeben hatten, stellten sie die Leichtgläubigkeit vieler Beobachter aufeine harte Probe. 1571 beispielsweise erstaunte Catherine Gaulter aus Louvain in Belgien die Obrigkeit, als sie sich erbrach:
Grosse Flocken von Haaren mit schmutzigem Wasser, so wie in Eiterbeulen, und manchmal etwas wie der Mist von Tauben und Gänsen, und darin Stücke von Holz, auch wie frische, erst kürzlich von einem alten Baum abgeschlagene Holzschnitzel und eine Menge Häute wie Pergamentstücke … danach erbrach sie unzählige Steine, einige wie Walnüsse und wie aus alten Mauern herausgebrochene Stücke, an denen Kalk war.
Andere unter Besessenheit Leidende verdrehten ihre Körper in unglaubliche Posituren oder stellten ihre übermenschliche Stärke unter Beweis. Viele Fälle von vorgetäuschter Besessenheit wurden aufgedeckt, worauf man dann die entsprechenden Anklagen fallen liess, doch viel mehr Fälle wurden nur nach dem äusseren Anschein beurteilt, und die Wahrheit kam erst (falls überhaupt) ans Licht, nachdem mehrere Menschen gehängt oder verbrannt worden waren.
Behandelt wurde die Besessenheit mit Gebeten und wiederholten Teufelsaustreibungen, die in den protestantischen Ländern von etwa 1600 an allerdings verboten waren. Pilgerreisen zu heiligen Stätten sollen viele Menschen von ihrer Besessenheit geheilt haben, wenn mitunter auch erst nach jahrelangem Leiden. Ein seltsamer Trick, den manche Gerichte anwendeten, war der, der besessenen Person eine Perücke aufzusetzen; wenn der nächste Anfall begann, wurde die Perücke weggerissen und in der Hoffnung, mit ihr sei der Dämon aus dem Körper entfernt worden, schnell in ein verschliessbares Gefäss gesteckt.


Die Tradition der dämonischen Besessenheit war zählebig. Erst 1816 wurde ein jesuitischer Priester angewiesen, seine Aktivitäten einzustellen, nachdem er eine Kampagne gestartet hatte, um ein junges Mädchen aus Amiens in Nordfrankreich von drei Dämonen zu befreien, die in ihrem Körper wohnen sollten. Es stellte sich jedoch heraus, dass das Mädchen die Geschichte erfunden hatte, um seine Schwangerschaft zu verbergen.

Quelle: http://sphinx-suche.de/hexerei/besessenheit.htm

 

 

 

Besessenheit

In den meisten Kulturen ist Besessenheit ein oft beschriebenes  Phänomen. Ein Preta, ein erdgebundener Geist, übernimmt ganz oder teilweise die Kontrolle eines Körpers, vertreibt ganz oder teilweise, temporär oder endgültig, die Seele, die seit der Zeugung bzw. Geburt in diesem Körper war. Typischerweise gelingt dies nur, wenn der verkörperte Mensch einen schwachen Geist besitzt und sich über eines der oben beschriebenen Mittel zu sehr geöffnet hat für die Bhur Loka.

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Anzeichen für Besessenheit

Das kann sich auf verschiedene Weisen manifestieren:

  • Der Mensch merkt, dass da jemand anderes ist, der ihm Ratschläge und Befehle gibt. Zu Anfang waren diese hilfreich, jetzt ist das lästig, aber er fühlt, dass er diese Befehle ausführen muss. Er fühlt sich schrittweise immer mehr einem anderen untertan. Stimmenhören und den Stimmen folgen müssen ist ja ein Charakteristikum der Schizophrenie. Es ist denkbar, dass einige Formen von Schizophrenie Formen von Besessenheit sind.
  • Ein Mensch spricht mit unterschiedlichen Stimmen und hat dabei ganz unterschiedliche Charaktere. Diese sogenannte „Split Personality“ könnte durch temporäre Besessenheit erklärt werden.
  • Ein Mensch hat eine schwere Krankheit und ist dem Tod nahe. Es kommt zu einer Spontanheilung und der Mensch ist plötzlich ganz anders: Er hat eine andere Persönlichkeit, Charakter, Temperament. Und auch obgleich er sich an Vieles erinnert, sind ihm einige Erinnerungen ganz abhanden gekommen. Da könnte es geschehen sein, dass die alte Seele den Körper verlassen hat und ein Preta den Körper übernommen hat.

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Sage um Sankara und seine Astralreise

Zu letzterem gibt es eine Sage um den großen Meister Shankara, auch Shankaracharya genannt. Dieser ist eine historisch verbürgte Persönlichkeit, gilt als einer der größten Jnana Yoga Meister und Vedanta Philosophen aller Zeiten. Er lebte vermutlich ca. 788-810 n.Chr.
Um Shankara ranken sich eine Mengen von Mythen. Eine Geschichte geht wie folgt:
Shankara führte eines Tages eine Debatte mit einer großen Philosophin namens Saraswati. Diese Saraswati begann mit Shankara über Sexualität zu diskutieren. Shankara, der noch nie in seinem Leben Sex mit einer Frau hatte, da er sehr früh das Mönchsgelübde abgelegt hatte, musste eingestehen, dass er zu diesem Thema wenig aus seiner eigenen Erfahrung beitragen konnte. So erbat er sich eine gewisse Zeitspanne, um sich zu bilden.
Als Mönch durfte er natürlich keine sexuellen Erfahrungen machen. So ersann er eine List. Er begab sich in eine Höhle und bat seine Schüler, ihn zu bewachen. Er ging in tiefe Meditation und verließ mit seinem Astralkörper den physischen Körper. Er hatte gehört, dass irgendwo ein König im Sterben lag. Im Moment, wo die Seele des Königs den Körper verließ, trat Shankara mit seinem Astralkörper in den Körper des Königs ein. Wie durch ein Wunder war der König schnell wieder gesund und entfaltete große Tatkraft. Shankara als disziplinierter Yogi, der viel meditiert und Pranayama geübt hatte, besaß ja sehr viel Prana, Lebensenergie. So reformierte er die Verwaltung des Königreichs, schloss Frieden mit allen umliegenden Königreichen, ließ Krankenhäuser und Straßen bauen, förderte die Wirtschaft und Spiritualität. Und als König besaß er einen großen Harem. So konnte er reichlich Erfahrungen auf dem Gebiet der Sexualität machen. Nach einiger Zeit verließ er wieder den Körper des Königs, kehrte zurück zu seinem Körper und griff die Debatte mit Saraswati wieder auf…

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Überwindung von Besessenheit

Wie oben erwähnt, haben die meisten Kulturen auch Techniken entwickelt, um Besessenheit zu heilen. In unserer modernen Zeit werden dazu meist Neuroleptika, also Psychopharmaka, verwendet, denn Besessenheit wird als durch hirnchemisch ausgelöste Schizophrenie diagnostiziert. Das scheint sogar zu funktionieren. In früheren Zeiten, als ich mehr Zeit hatte, mich mit einzelnen Menschen zu beschäftigen, habe ich öfter, auch mit großem Erfolg,  besessenen Menschen geholfen, darüber hinauszuwachsen und ihr Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen. Das war ein für mich sehr zeitaufwändiger und anstrengender Prozess. Heute gebe ich einfache Tipps und wenn diese nicht wirken, schicke ich solche Menschen eher zum Psychiater und rate ihnen, die verschriebenen Medikamente auch zu nehmen. Ich habe bemerkt, dass viele Menschen dadurch Heilung erfahren und das von mir wahrgenommene Fremdwesen dann nicht mehr da ist. Anscheinend beeinflussen diese Psychopharmaka auch den Astralkörper so, dass sich da kein Fremdwesen halten kann. Oder der Mensch wird durch die Behandlung für den Preta uninteressant, vielleicht weil der Pranalevel so sehr sinkt, dass es sogar für den typischerweise niedrig-energetischen Preta belastend ist.
Ein Astralwesen will sich nur dann manifestieren, wenn ein gewisses Prana vorhanden ist. Wenn jemand durch Chemie gründlich ruhig gestellt wird, wird dieser Körper uninteressant. Vermutlich kommt echte Besessenheit aber äußerst selten vor. Manche Menschen bilden sich Besessenheit auch ein und benutzen die Theorie der Besessenheit als Ausrede, nicht an sich selbst arbeiten zu müssen.
Ein Yoga-Aspirant hat natürlich besonders viel Prana. Durch regelmäßiges Üben von Pranayama, Asanas, Meditation, Mantra-Singen und eine vegetarische Ernährung hat der typische Yoga-Aspirant einen sehr hohen Prana-Level. Außerdem wird jemand, der Yoga übt, oft feinfühliger und damit auch offener für die Erfahrung von Astralwelten. Er ist daher potenziell interessant für einen Preta, der Energie braucht. Daher sollte ein Yoga-Aspirant besonders vorsichtig sein mit allen Techniken, die potenziellen Pretas erlauben, sie zu beeinflussen. Ein spiritueller Aspirant sollte sich nicht unbedingt in Trance versetzen oder hypnotisieren lassen, sondern statt dessen die Kontrolle über die eigene Willenskraft stärken. Er sollte nicht die Kontrolle über den eigenen Bewusstseinszustand an andere übergeben. Auch ist es nicht gut, zu viele Astralreisen zu machen, denn dadurch verliert man Energie. Auch die Beschäftigung mit Hellsehen oder Radiästhesie und Tarotlesen sollte unterbleiben oder mindestens nicht exzessiv betrieben werden oder mit bestimmten Schutzritualen verbunden werden.

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Wie schützt man sich vor Geistern?

Wenn man spürt, dass ein Preta in der Nähe ist, kann man viele verschiedene Techniken des Yoga anwenden. Man kann Asanas und Pranayama machen, sich sattwig ernähren, mit Menschen zusammen sein, die viel Prana haben oder Mantras singen. So öffnet man sich eher für die höheren Energien und stimmt sich somit weniger auf die niederen Energie-Ebenen ein. Besonders hilfreich ist es, ein Mantra, vorzugsweise sein persönliches, zu wiederholen, an Gott oder den Guru zu denken. Oft hilft es, sich das Bild eines Meisters vorzustellen und das Mantra zu wiederholen. Katholiken können auch das Kreuzzeichen machen und Christus oder Maria anrufen. Ist das eigene Bewusstsein auf diese Weise in höhere Ebenen gelangt, verlässt man das Einstimmen auf die Bhur Loka Ebene. Dann reißt der Kontakt ab.
Wenn man fühlt, dass in einem Raum oder einem Haus ein oder mehrere Pretas sind, kann man auch Räucherstäbchen anzünden, insbesondere Sandelholz. Besonders machtvoll sind das Arati (Lichtzeremonie) sowie das laute Wiederholen der Mantras „Om Namo Narayanaya“, „Om Namah Shivaya“ oder „Om Tryambakam“. Du kannst dir dabei vorstellen, dass du die Räume mit göttlichem Licht füllst und die Räume ganz Gott weihst. Dadurch entsteht eine machtvolle Schwingung, in der sich kein Preta lange halten kann.
Wer das Gefühl hat, dass ein Preta schon im eigenen Astralkörper ist, sollte Folgendes tun:

  • Übe täglich Asanas, insbesondere auch die körperlich anstrengenden. Dies hilft dir auch, dich zu erden. Mache die Tiefenentspannung bei offenen Augen oder beschränke dich auf das Anspannen und Loslassen der Körperteile und die Autosuggestion.
  • Übe Meditation mit offenen Augen. Schaue vorzugsweise auf ein Bild eines Symbols Gottes oder eines Meisters, einer Meisterin.
  • Singe Mantras oder höre Mantra-Gesängen zu.
  • Halte deine spirituellen Praktiken in einem harmonischen Rahmen, übertreibe nicht.
  • Folge den Ratschlägen eines Ayurveda Buches bezüglich Vata Störungen bzw. den entsprechenden Ratschlägen zum Erden in meinem Buch „Die Kundalini Energie erwecken – von der göttlichen Urkraft in dir“
  • Vermeide lange Tiefenentspannung, Trance, exzessives Tanzen, Orakelbefragung, Pendel etc.
  • Gehe in Satsangs, also spirituelle Zusammenkünfte, natürlich nur in solche, in denen kein Channelling stattfindet.
  • Halte dich beschäftigt, vermeide langes Grübeln und Nachdenken.
  • Wenn möglich verbringe 2-4 Wochen in einem Ashram. Übe dabei mindestens 3-4 Stunden Karma Yoga pro Tag – vermeide exzessive spirituelle Praxis.
  • Wenn all das nichts hilft, suche einen Psychiater auf und folge der vorgeschlagenen Therapie.

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Hilfe für die Toten?

Wie hilft man Pretas? Häufig wird die Frage gestellt, wie man Pretas helfen kann. Im Grunde genommen kann man für einen Preta das Gleiche tun wie für jemanden, der stirbt bzw. gerade gestorben ist. Das vorher Gesagte ist hier also sinngemäß anzuwenden.
Wenn man also jemanden kennt, der einen plötzlichen Tod hatte, dann schicke ihm Licht, sprich mit ihm, nutze die Kraft von Gebeten, Mantras, von einem Todesritual. Mache das mit noch größerer Intensität und Hingabe als bei einem normalen Tod. Mache das sieben Tage lang statt nur drei Tage lang. Wenn du das Gefühl hast, dass jemand, der vor vielen Jahren gestorben ist, immer noch gegenwärtig ist, kann es sein, dass er Hilfe braucht.
Da kann es für diesen Menschen besonders wichtig sein, dass du ihm viel Licht schickst. Denn ein Preta braucht Energie, um von Bhur Loka auf Bhuvar Loka aufzusteigen. Wenn ein Preta viel Licht bekommt, kann er zügig in die höhere Ebene eingehen.
Folgendes kannst du konkret machen, um einem Verstorbenen zu helfen, von dem du annimmst, dass er erdgebunden sein könnte:
–    Stelle das Bild des Verstorbenen auf den Altar.
–    Stelle dort eine Kerze auf, zünde sie an und/oder entzünde ein Räucherstäbchen.
–    Sprich mit dem Verstorbenen ähnlich wie du es tun würdest, wenn er frisch verstorben wäre (siehe oben). Erzähle ihm, was du über den Preta-Zustand weißt und was du gehört hast, was für ihn/sie gut ist. Erzähle ihm, dass du während einer bestimmten Zeitspanne (z.B. eine Woche oder einen Monat) jeden Tag zu einer bestimmten Zeit meditieren und ein Mantra für ihn sprechen wirst. Bitte den Verstorbenen, zu dieser Zeit anwesend zu sein und ermutige ihn, die von dir ausgehende Energie aufzunehmen. Sage ihm, dass er, wenn er in dieser Zeit einen Lichttunnel wahrnimmt, diesen Tunnel sofort hochgehen soll, auch wenn du noch eine Weile länger meditieren wirst. Sage ihm auch, dass du nach der festgesetzten Zeit nicht mehr an ihn/sie denken wirst und das Foto verbrennen oder wegstellen wirst.
–    Meditiere mindestens einmal täglich zu der Zeit, die du dem Verstorbenen versprochen hast.
–    Nach der Meditation sage das „Om Tryambakam“ oder ein anderes dir bekanntes Gebet für Verstorbene und schicke diesem Menschen Licht. Wenn du weißt, wie das geht, mache das Arati oder ein spezielles Totenritual. Mache das solange, wie du es versprochen hast oder bis du das Gefühl hast, dass er oder sie sich löst, bis zu maximal vier Wochen.
–    Nach der Zeit verbrenne das Foto oder stelle es weg und schaue es mindestens einige Wochen lang nicht an. Wenn irgend möglich, vermeide es, an den Verstorbenen zu denken. Wenn du doch an ihn denken musst, sprich: „Lieber Gott, ich habe alles getan, was ich für XY tun konnte. Ich vertraue XY ganz dir an. Ich danke dir.“
Ich kenne Eltern, deren Kinder sich das Leben genommen hatten, die noch 20 Jahre später spürten, dass das Kind immer noch bei ihnen und verzweifelt war. Sie sind dann diesen Ratschlägen gefolgt. Innerhalb von zwei bis drei Wochen hatten sie das Gefühl, jetzt sind sie frei, das Kind ist frei und ist auf eine höhere Ebene eingegangen. Die Eltern bekamen das Gefühl, dass sie jetzt endlich frei waren, ihr eigenes Leben weiter führen zu können.
Ähnlich kannst du es auch machen, wenn du in einem Raum bist, in dem du das Gefühl hast, dass da eine Wesenheit ist. Weil du nicht weißt, wie dieses Wesen im physischen Körper ausgesehen hat, kannst du natürlich kein Foto auf den Altar stellen. Alles andere kannst du aber genauso machen, wie oben angegeben. Pretas können sich auch Hilfe holen, ohne dass jemand konkret an sie denkt.
Wenn Pretas merken, dass es Zeit wäre, auf höhere Ebenen zu gehen, suchen sie Kraftorte auf, wo sie Energie tanken können. Das können Ashrams sein, Kirchen, Tempel, Moscheen. Oft kommen sie auch gerade dann, wenn jemand etwas über Reinkarnation schreibt oder erzählt oder liest, also z.B. jetzt … Sie suchen selbst nach Erklärungen für ihre Erfahrung und nach Hilfen dafür. Es kann also sein, dass während du das liest, dir jemand über die Schulter schaut… Keine Angst: Das ist dann ein Astralwesen, welches gerne bald in eine höhere Ebene gehen will.

Manchmal können Menschen so etwas in einem Satsang spüren, vor allem an hochenergetischen Orten wie z.B. einem Yoga Vidya Ashram. Während der Meditation kann man das Gefühl bekommen, dass da Wesenheiten hinkommen. Während des Mantra-Singens spürt man ihre Erwartungshaltung und Vorfreude. Beim Om Tryambakam und beim Arati lösen sie sich dann in Licht auf, es entsteht eine große Leichtigkeit. Ich spüre das regelmäßig. Und eine Menge von Menschen haben mir Ähnliches berichtet.
Einmal kam eine Hellseherin in einen unserer Yoga Vidya Ashrams. Nach ein paar Tagen kam sie zu mir mit einer Frage. Sie sagte mir, sie würde nicht verstehen, dass sie an einem solchen Lichtplatz wie diesem Ashram hier ab und zu dunkle bzw. eher fahle, bleiche Wesen sehen würde. Ich habe ihr erklärt, dass dies Pretas seien, die hier Hilfe suchen. Ich bat sie, beim Arati genauer hinzuschauen. Sie hat das dann beim nächsten Arati genauer beobachtet. Am nächsten Tag sagte sie mir, sie hätte es tatsächlich gesehen, dass die grauen Wesen sich während des Aratis in Licht verwandelt und den Übergang zur höheren Welt geschafft hätten. So etwas geschieht in Ashrams regelmäßig. Vieles, was wir an Ritualen in den Yoga Vidya Ashrams machen, ist nicht nur gut für die Lebenden, sondern auch für die Verstorbenen. Das gilt natürlich nicht nur für die Yoga Vidya Ashrams. In den meisten Kulturen bzw. spirituellen Traditionen gibt es Rituale und Gebete für Verstorbene.

Bei den Tibetern wird den Verstorbenen häufig damit geholfen, dass das ganze tibetanische Totenbuch vorgelesen wird. Dadurch bekommt die Seele Kraft, um auf höhere Ebenen zu gehen. Auch ein rituelles Begräbnis wird der Seele die Kraft geben, sich zu lösen. Übermäßiger Schmerz hingegen oder übermäßige Trauer, wie sie in unseren Breiten üblich sind, ist nicht hilfreich, da die Seele dann ihre Kraft dazu braucht, zu trösten anstatt in die nächste Ebene zu gehen. Es ist daher wichtig, zu erkennen, dass hinter allem Gottes Wille steht. Auch dann, wenn der Tod plötzlich kam und grausam erscheint, liegt ein Sinn darin. Der Mensch hat sein Karma abgeschlossen. Wenn noch ein gemeinsames Karma verbleibt,  wird man sich in einem künftigen Leben oder in der nächsten Ebene, Bhuvar Loka, wieder sehen.

Quelle: http://www.yoga-vidya.de/reinkarnation-wiedergeburt/leben-nach-dem-tod/besessenheit.html

 

 

Exorzismus und Merkmale für Besessenheit: Woran man den Teufel erkennt… 

Zahlreichen Zeitungsberichten zufolge will der Vatikan angeblich 3000 neue Teufelsaustreiber im Kampf gegen das Böse und den Teufel einsetzen. Papst Benedikt XVI. (80) will mehr Priester zu Exorzisten ausbilden, und deshalb werden 3000 neue Teufelsaustreiber gesucht.

Aber woran erkennt man nun, ob Nachbar, Kollege oder Freund/Freundin vom Teufel besessen sind? Unten stehend findet man eine Liste von dafür angeblich untrüglichen Merkmalen. Aber Vorsicht: Viele Anzeichen können auch ganz irdische Gründe haben…

In der christlichen Vorstellung ist schon jeder Nichtchrist irgendwie vom Teufel befallen, daher stellt bereits die Taufe eine Form des Exorzismus dar.

Definition Exorzismus: Exorzismus ist eine religiöse Handlung, bei der ein Besessener von dem ihn ihm vermuteten Geist, Dämon oder Teufel befreit wird.

Besessenheit demonstriert das Phänomen, wobei sich ein Geist oder Dämon vorübergehend mit einem Körper verbindet. Dabei wird der ursprüngliche Besitzer des Körpers teilweise oder vollkommen verdrängt. Der Glaube an Besessenheit war schon in der vorchristlichen Antike verbreitet. Auf sie führte man Phänomene zurück, die man heute als Krankheiten wie zum Beispiel Epilepsie, Psychosen und Neurosen bezeichnen würde.

Bibelstellen: Das Neue Testament setzt die Existenz von Dämonen voraus, und im Neuen Testament der Bibel ist häufig von Besessenheit die Rede: Matth. 4.1; 12,43ff.; Mark. 3,1; 5,7ff.: (Jesus treibt einem Besessenen eine ganze Legion von Dämonen aus.); 9,14. Epheserbrief 2,2; 6,12: (Im Epheserbrief 6,12 werden die Dämonen Beherrscher dieser finsteren Welt genannt.). Jesus trieb die Dämonen nicht durch magische Riten, sondern unmittelbar durch persönlichen Befehl aus.

Bild Satan Teufel Pakt Bilder
Bild: Der Pakt mit dem Teufel

Auszug aus der “Thomasius-Schrift” gegen den Glauben an “Zauber- und Hexerey” (1755): ” Wenn sich jemand bemühe, mit dem Teufel einen Pakt zu schließen, und dieser fiele hierauf in eine ungewöhnlichen Krankheit, wider welche keine natürlichen Mittel helfen, ungeachtet alles angewandten Fleißes. Einem solchen Besessenen kann freilich kein Arzt helfen. Ein solcher Besessener muss sich dem Exorzisten überlassen, wenn er geheilt werden will.”

Im Gegensatz zur Besessenheit gibt es noch die sogenannte “Umsessenheit”, bei welcher der Betroffene von dämonischen Wesen umgeben ist, die jedoch nicht in dessen Körper wohnen.

Merkmale und Kennzeichen, an denen man den Teufel oder die dämonische Besessenheit angeblich erkennt:

1. Abneigung gegen christliche Symbole: Besessene hassen alles Religiöse (Kreuze, Weihwasser, Bibeln). Die Nennung des Namens Jesu macht sie extrem aggressiv. Es reicht, in einem Raum, in dem ein Besessener sein soll, unbemerkt und still ein Gebet zu sagen. Wenn der Besessene reagiert, dann ist der Teufel in diese Person gefahren. Außerdem ist eine besessene Person ist nicht dazu zu bewegen, einen geweihten Ort, wie z.B. eine Kirche, zu betreten.

2. Übernatürliche Fähigkeiten: Kraftleistungen, die über Alter und natürliche Beschaffenheit der besessenen Person hinausgehen.

3. Das Sprechen und Verstehen fremder, nicht gelernter Sprachen.

4.Stimmungsschwankungen: Alle möglichen Gefühlsausbrüche: Gesteigerte Aggressivität, Furcht und ebenfalls Traurigkeit. Plötzliche farbliche Neugestaltung von Wohn- und Schlafräumen mit schwarzen Farben.

5. Übernatürliche Phänomene: In Zimmern von Besessenen fliegen oft Gegenstände vom Tisch. An Wänden und Fenstern erscheinen unerklärliche Schriftzeichen.

6. Das Offenbaren von entfernten und verborgenen Dingen: Besessene plaudern Bosheiten über andere aus, die sie eigentlich nicht wissen können.

Quelle: http://www.satanshimmel.de/exorzismus.htm

 

 

Satan lebt – Video 02

 

«Die vollkommene List des Teufels besteht darin, einem einzureden, daß er gar nicht existiert. »
(Charles Baudelaire 1821-1867)

 

 

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